Software, Hardware
& Infos..
Beobachtungen, Spektroskopie &
Datensoftware.
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
diese Seite befindet sich derzeit
noch im Aufbau. In Zukunft wird dieser Bereich meiner Homepage meine
spektroskopischen Beobachtungen präsentieren – von ersten
Tests bis hin zu einfachen Messreihen.
Aktuell zeige ich vorab
einige Ausgabebeispiele und Programminfos meiner noch in Entwicklung befindlichen
Softwareanwendungen. Die Programme – geschrieben in Visual Basic
– dienen der Erfassung, Darstellung und Auswertung von
Sternspektren und entwickelt sich Schritt für Schritt weiter.
Die ersten " Screenhot's"
sollen Ihnen " nur ", ohne Anspruch auf Genauigkeit, einen
optischen Eindruck meiner bisherigen Arbeit vermitteln.

Zunächt einige optische
Beispiele der Erfassungssoftware. Sie zeigt live das " Video-Sternlicht
" und ebenso live dann auch das
Diagramm dazu. Zur verwendeten optischen, technischen
Ausrüstung finden Sie
im Verlauf dieser Seite später noch einige spezielle Infos.
Abb. 1 - Livebild der Startoberfläche und Blazegitter.-Videoerfassung

Abb. 2 - Beispiel einer Live Videoerfassung's.- Graphik aus solch einem Videostream

Abb. 3 - Die sofort verfügbare ( statische ) Graphic aus der Videoerfassung

Die zugehörige Auswertesoftware, welche in
einem zweiten Schritt dann das Sternlicht zu einer Graphic ( incl.
Kalibrierung ) ausarbeitet, zeigt meine nächste Abbildung. Sie nutzt hierzu gespeicherte *.CSV Daten.
Abb. 4 - Die Oberfläche der Auswertesoftware

Folgenden Grafiken dient lediglich als Beispiele
bzgl. der möglichem Optikausgaben. Alle ohne jeglichen
Anspruch auf Genauigkeiten. Meine gesamte Hobbytätigkeit erhebt übrigens
insgesamt keinen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit. Es
ist Hobby, Spaß an neuem, ... schauen wie etwas " geht " !
... Der Weg ist das, ( mein ) Ziel ! ...
Über die Sprungziele Infos und Technik oder Vorabauswertebeispiele erfahren Sie mehr zum aktuellen Bearbeitungsstand dieses Hobbyprojekt 's.
In
den kommenden Monaten werde ich hier versuchen ausführlicher
über meine eingesetzte Software und auch die benutzte, sehr"
einfache " Hardware zu berichten. Bzgl. technischer Hintergründe,
soweit es mir möglich ist, werde ich versuchen auch
einiges näher erläutern.
Anknüpfend an meinen Ansporn
... " schauen was geht ", war es mir auch schon möglich ein
Reflektionsspektrum des Planeten Jupiter zu beobachten.

Mit meiner etwas abgeänderten Software konnte ich zwischenzeitlich
auch das Spektrum von Sirius " neu , besser ? " auswerten und
darstellen.

Über diesen Link =>
Sternspektren ... gelangen
Sie zu einigen, " sicher noch besser auswertbaren " Beobachtungen.
Aber auch sie zeigen schon die ganz unterschiedlichen "
Fingerabdrücke " des unterschiedlichsten Sternlicht's.
In wenigen Monaten beginnt für
mich der Ruhestand. Dann bleibt hoffentlich deutlich mehr Zeit für
Astronomie, Programmierung und die Weiterentwicklung dieses Hobbyprojekt's.
Bis dahin finden Sie nachfolgend erste beispielhafte Diagrammausgaben
meiner Software, welche meine Erfassung und Ausarbeitung zu Beginn
verdeutlichen sollen.
... back
Spektroskopische Beobachtung – Mit selbst entwickelter Software
Optik, Technik trifft Neugier
Für meine ersten
spektroskopischen Beobachtungen kam also eine eigens entwickelte Kamera.- und auch eine eigene Auswertsoftware
zum Einsatz. Die Videosoftware erfasst das Sternspektrum live und stellt es wahlweise
als Video oder als sofort aktualisierte Grafik dar.
Ich bitte hier zu beachten, es geht bei dieser Abfolge nur um eine
beispielhafte Darstellungsfolge zu meiner ersten
spektroskopischen Erfassung, Erprobung und Ablichtung. Ein
besondere Genauigkeit bzw. absolute " Richtigkeit " war dabei nicht
mein Ziel.
Man könnte also sagen Versuch macht ... " Kluch " ! 🙂
Einzelne Videoframes und Grafiken
lassen sich abspeichern, ebenso können die erfassten Spektraldaten
als CSV-Datei exportiert und anschließend weiterverarbeitet
werden. Auf dieser Basis entstehen detaillierte Auswertungen und
Diagramme.
Diagramme der Liveview Videoerfassung
Sowohl die
Liveansicht des Spektrums ( Pixelposition und Intensität ) als
auch eine direkte grafische Darstellung
sind in Echtzeit möglich. Die kalibrierte Darstellung, wie
nachfolgend zu sehen, erfolgt später aus den abgespeicherten CSV
Daten in meinem Auswerteprogramm.
Je nach verwendetem
Ab.-Ausschnitt der *.CSV Daten sind dann ganz unterschiedliche
Darstellungen ausarbeitbar. Die kalibrierte Darstellung zeigt dann
mehr oder weniger Infos.
Spektroskopische Amateurbeobachtung
Im Rahmen meiner ersten
spektroskopischen Beobachtung wurde ein Gitterspektrum des hellen
Sterns Sirius mit der nun bechriebenen, kompakten
Amateur-Ausrüstung aufgenommen und ausgewertet.
Das Herzstück der Lichterfassung
Kernstück der Spektralerfassung
ist ein Star Analyser 100 – ein Blazegitter, das das Sternlicht
in seine spektralen Bestandteile zerlegt. Dadurch wird sichtbar, was
dem bloßen Auge verborgen bleibt: die „chemische
Signatur“ des Sterns.
Beobachtet wurde von meinem
„Stadtlichtbalkon“ aus – ein bewusst gewählter
Standort, der zeigt, dass selbst unter städtischen Bedingungen
anspruchsvolle spektroskopische Arbeiten möglich sind.
Eingesetzte Ausrüstung
Stabiles Tischstativ
Manfrotto Getriebeneiger
SVBony Achromat 50/190 mm
Omegon 1200Pro Mono Kamera
Baader Polaris I Fadenkreuzokular
Baader Amici Prisma
SVBony 40/160 Guidingoptik
Alternativ erfolgt die
nachgeführte Aufnahme auch auf einer Skywatcher Star Adventurer
Montierung – ebenfalls auf einem Tischstativ.
Konfiguration des Star Analyser 100
Gitterabstand zum Sensor: 45 mm
Kamera-Pixelgröße: 3,8 µm
Sensorbreite: 1280 Pixel
Teleskopbrennweite: 190 mm
Sternabbildungsgröße: 0,7 Pixel FWHM
Dispersion: 8,3 Ångström/Pixel
Spektrale Abdeckung: ca. 10.667 Ångström
Diese Konfiguration ermöglicht
eine breitbandige spektrale Erfassung bei gleichzeitig hoher
Empfindlichkeit – ideal für helle Sterne.
Erste Beobachtung
Der Stern Sirius
Als erstes – noch bewusst
„unvollkommenes“ – Beobachtungsbeispiel diente
Sirius, mit der Bayer-Bezeichnung α Canis Majoris (α CMa).
Sirius ist der hellste Fixstern am
Nachthimmel und befindet sich im Sternbild Großer Hund in einer
Entfernung von etwa 8,6 Lichtjahren. Seine scheinbare Helligkeit
beträgt beeindruckende −1,46 mag.
Spektral gehört er der Klasse
A1 Vm an – ein heißer, weiß leuchtender Stern mit
deutlich ausgeprägten Wasserstoff-Absorptionslinien im Spektrum.
Tatsächlich handelt es sich um ein Doppelsternsystem.
Sirius A – der dominante Hauptstern
Sirius B – ein Weißer Zwerg mit einer Helligkeit von etwa 8,5 mag
Während Sirius A den Winter-
und Frühlingshimmel strahlend dominiert, bleibt sein
lichtschwacher Begleiter visuell verborgen – spektroskopisch
jedoch erzählt auch er seine eigene Geschichte, welche jedoch mit
meiner Ausrüstung weiter " verborgen " bleiben wird. Hierzu ist sie nicht vorgesehen.
Diese erste Aufnahmen stellen den
Beginn einer geplanten, fortlaufenden Reihe spektroskopischer
Untersuchungen dar. Ziel ist es, mit eigener Software, kompakter
Ausrüstung und städtischem Beobachtungsstandort die
physikalischen Eigenschaften heller Sterne sichtbar und nachvollziehbar
zu machen.
... back
Verwendete Ausrüstung
-
Teleskop: 50 / 190 mm (f/3.8)
-
Montierung: Skywatcher Star Adventurer
-
Seeing: ca. 3″
-
Beugungsgitter: Star Analyser 100
-
Gitterabstand zum Sensor: 45 mm
-
Kamera: Omegon 1200Pro Mono
-
Pixelgröße: 3,8 µm
-
Sensorbreite: 1280 Pixel
Aufnahmeparameter
Kalibrierung und Messergebnisse
Zur Wellenlängenkalibrierung
wurden bekannte Wasserstofflinien ( Balmer-Serie ) herangezogen und mit
den gemessenen Positionen verglichen:
| Spektrallinie |
Sollwert |
Gemessen |
| H-γ |
ca. 434 nm |
430 nm |
| H-β |
ca. 486 nm |
487 nm |
| H-α |
ca. 656 nm |
656 nm |
Die Übereinstimmung zwischen
Soll- und Messwerten zeigt eine gute Kalibrierungsgenauigkeit der
Aufnahme. Insbesondere H-β und H-α stimmen nahezu exakt mit
den Literaturwerten überein. Die geringe Abweichung bei H-γ
liegt im Rahmen der erwartbaren Messunsicherheit bei dieser Dispersion.
Zusammenfassung
Mit einer vergleichsweise
kompakten und transportablen Ausrüstung lässt sich bereits
eine erstaunlich präzise spektrale Analyse durchführen. Die
erzielte Dispersion von 8,3 Å/pixel erlaubt eine saubere
Identifikation markanter Spektrallinien und demonstriert eindrucksvoll,
welches Potenzial in der Amateurspektroskopie steckt
Nachfolgenden Graphiken sollen
Ihnen zunächst meine Auswertung verdeutlichen. Details zur
Software werde ich alsbald nachreichen.
... back
Diagramm Original Gesamtpixel ( Intensität - Position )
Diagramm Detailausschnitt ( Spektrum Sirius )
Diagramm mit geglätteter Darstellung ( Pixel )
Diagramm - Kalibrierung ohne Auswertung ( Nanometer )