Planetarische Nebel

Hantelnebel

   Fotos  M.Heeg

Messier 27

Planetarische Nebel sind im Allgemeinen schwach leuchtende Objekte und deshalb mit dem bloßen Auge nicht beobachtbar.

Ein planetarischer Nebel besteht aus einer Hülle aus Gas und Plasma, das von einem alten Stern am Ende seiner Entwicklung abgestoßen wird. Typische planetarische Nebel sind zu etwa 70 % aus Wasserstoff und 28 % aus Helium zusammengesetzt. Den restlichen Anteil bilden hauptsächlich Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff sowie Spuren anderer Elemente.

Der Name ist historisch bedingt und irreführend, denn solche Nebel haben nichts mit Planeten zu tun. Die Bezeichnung stammt daher, dass sie im Teleskop meist rund und grünlich erscheinen wie ferne Gasplaneten.

Planetarische Nebel existieren meist nicht länger als einige zehntausend Jahre. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen „Sternenleben“, das mitunter mehrere Milliarden Jahre dauert, ist diese Zeitspanne sehr kurz.

In unserer Galaxie, dem Milchstraßensystem, sind rund 1500 planetarische Nebel bekannt.

Die Zusammensetzung planetarischer Nebel blieb unbekannt, bis in der Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten spektroskopischen Beobachtungen durchgeführt wurden. William Huggins war einer der ersten Astronomen, die das Lichtspektrum astronomischer Objekte studierten, indem er mit Hilfe eines Prismas ihr Licht spektral zerlegte.

Planetarische Nebel spielen eine entscheidende Rolle in der chemischen Evolution der Galaxis, da das abgestoßene Material die interstellare Materie mit schweren Elementen, wie Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Calcium und anderen Reaktionsprodukten der stellaren Kernfusion anreichert. In anderen Galaxien sind planetarische Nebel manchmal die einzigen beobachtbaren Objekte, die genug Information liefern, um etwas über die chemische Zusammensetzung zu erfahren.

Mit dem Hubble-Weltraumteleskop wurden Aufnahmen vieler planetarischer Nebel angefertigt. Ein Fünftel der Nebel weist eine kugelförmige Gestalt auf. Die Mehrzahl ist jedoch komplex aufgebaut und weist unterschiedliche Formen auf. Die Mechanismen der Formgebung sind noch nicht genau bekannt. Mögliche Ursachen könnten Begleitsterne, Sternwinde oder Magnetfelder sein.

Der erste entdeckte planetarische Nebel war der Hantelnebel im Sternbild Fuchs. Er wurde 1764 von Charles Messier entdeckt und wird in seinem Katalog mit dem Index M 27 aufgeführt.

Es ist ein 7,5 mag heller planetarischer Nebel mit einer Flächenausdehnung von 8′,0 × 5′,7 im Sternbild Fuchs (Vulpecula). Im Fernglas ist er gerade erkennbar, im Teleskop zeigen sich weitere Strukturen. Der Zentralstern ist ein Weißer Zwerg von 14 mag und einer Temperatur von über 100.000 Kelvin. Die Entfernung beträgt rund 1400 Lichtjahre. Er hat seinen Namen von Sir William Herschel wegen seiner länglichen Form erhalten. Der Nebel dehnt sich mit 6,8 Bogensekunden pro Jahrhundert aus.

Diesen Nebel habe ich nun schon sehr oft ablichten können. Meine Aufnahme (Nr.1) zeigen ihn in einer  SII Ha OIII –  RGB Licht Kombination, aufgenommen mit verschiedenen Optiken in mehreren Jahren. Als Gesamtbelichtungszeit ergibt sich so ein Wert von 140 Minuten. Foto 2 und 3 zeigen ihn mit kleiner Optik ( siehe Bildunterschriften ) als Ha RGB Aufnahme, mitten aus der Stadt aus aufgenommen.

Rektaszension     19h 59m 36s
Deklination          +22° 43′ 16″

Quelle : Wikipedia

Planetarische Nebel

Ringnebel

m57_2015_09_11  Foto  M.Heeg

Messier 57

Der Ringnebel ( auch mit Messier 57 oder NGC 6720 bezeichnet ) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Leier. Speziellere Infos zu Planetarischen Nebeln an sich habe ich in einem älteren Beitrag schon zusammengestellt.

Der Nebel ist der Überrest eines Sterns, der vor etwa 20.000 Jahren seine äußere Gashülle abgestoßen hat. Die Gashülle dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von 19 km/s aus und hat derzeit einen scheinbaren Durchmesser von ca. 118 Bogensekunden, was bei einer Entfernung von 2.300 Lichtjahren einen absoluten Durchmesser von ca. 1,3 Lichtjahren bedeutet. Im Teleskop erscheint der Nebel ringförmig, weshalb er oft auch als Ringnebel in der Leier bezeichnet wird. Tatsächlich ähnelt die sichtbare Gashülle einem Torus. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein Weißer Zwergstern mit einer Oberflächentemperatur von ca. 70.000 °C und einer scheinbaren Helligkeit von 15,8 mag.

M 57 kann relativ leicht aufgefunden werden, da er etwa in der Mitte der Verbindungslinie der Sterne β und γ Lyrae steht.

Rektaszension                                 18h 53m 35,079s
Deklination                                     +33° 01′ 45,03″
Scheinbare Helligkeit (visuell)     +8,8 mag
Scheinbare Helligkeit (B-Band)   +9,7 mag
Winkelausdehnung                       1,4′ × 1′

Quelle : Wikipedia

WR Zentralstern mit Planetarischem Nebel

Wolf-Rayet-Stern in NGC 1501

ngc1501_2012_01_21  Foto  M.Heeg

Sterne und Planetarische Nebel

NGC 1501 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Giraffe. Er ist etwa 4200 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Zentralstern ist ein Wolf-Rayet-Stern mit einer Temperatur von 90.000 Kelvin. NGC 1501 wurde 1787 von dem deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt.

Wolf-Rayet-Sterne, in der Fachliteratur auch WR-Sterne abgekürzt, sind die freigelegten Kerne ehemals massereicher Sterne. Sie sind nach den französischen Astronomen Charles Wolf (1827–1918) und Georges Rayet (1839–1906) benannt.

Ihre bisher gemessenen Massen liegen zwischen 10 und 265 Sonnenmassen,
mit Oberflächentemperaturen zwischen 30.000 und 120.000 K.

WR-Sterne stoßen große Mengen Materie in ihre Umgebung ab. Diese Sternwinde werden durch die Strahlung des Sterns auf bis zu 4000 km/s beschleunigt. Zum Vergleich, Schwarzpulver hat eine Detonationsgeschwindigkeit von ca. 0,4 km/s.

Sternbild Giraffe
Rektaszension 04h 07m 00s
Deklination +60° 55′ 14″
Scheinbare Helligkeit (visuell) +11,5 mag
Winkelausdehnung 0,87′ × 0,87′

Quelle : Wikipedia