Jupiter

Gasplanet

jupiter_2015_03_18_02  Foto   M.Heeg

Der Riesenplanet

Der Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems.

Er ist mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zählt er zu den Gasplaneten und hat keine feste Oberfläche.

Jupiter ist das dritt- bis vierthellste Objekt des Nachthimmels ( nach Mond und Venus ).
Abhängig von der Bahnkonstellation ist zeitweise der Planet Mars heller.

Benannt ist er nach dem römischen Hauptgott Jupiter.

Jupiter läuft auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0489 um die Sonne. Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei 4,95 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 5,46 AE.

Wegen seiner geringen Bahnneigung ( 1,3° ) bewegt sich seine Position immer nahe der Ekliptik.

Eine wichtige Funktion im Sonnensystem kommt ihm zu da er schwerer ist als alle anderen Planeten zusammen. Diese wesentliche Eigenschaft stabilisiert des Massengleichgewichtes im Sonnensystem.

Jupiter ist im Sonnensystem auch der Planet, welcher sich am schnellsten um seine Achse dreht. Seine Rotationsperiode beträgt knapp zehn Stunden, was aufgrund der Fliehkräfte zu einer Abflachung an den Polen führt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Jupiter jedoch 11 Jahre und 315 Tage.

Von außen zeigt sich Jupiter in verschiedenfarbigen Bändern und Wirbeln von Wolken, in Weiß-, Rot-, Orange-, Braun-, Gelb- und teilweise auch Blautönen.

Außer den hellen und dunklen äquatorparallelen Wolkenbändern fällt an Jupiter vor allem der Große Rote Fleck auf ( GRF ). Dieser Rote Fleck ist ein riesiger ovaler Wirbelsturm, welcher etwa zwei Erddurchmesser ( in ovaler Richtung ) groß ist. Er liegt sehr stabil zwischen zwei Wolkenbändern bei etwa 22° südlicher Breite.

Erstmals wurde der Große Rote Fleck 1664 von dem englischen Naturforscher Robert Hooke beschrieben. Seitdem unterlag er nur leichten optischen Veränderungen.

Zum Vergleich, auf der Erde lösen sich Windwirbel in der Atmosphäre üblicherweise innerhalb einiger Wochen wieder auf. Aufgrund seiner Größe ist der Fleck bereits in Amateurteleskopen sichtbar. Seine markante Farbe ist deutlich röter als die Umgebung.

Auf meiner Aufnahme ist er, wie auch viele andere Details recht gut zu erkennen.

Allgemeine Infos

Masse : ca. 318 Erdmassen
Monde : 67
Temperatur : -108 Grad
Wasserstoff : 89,8 ± 2,0 %
Helium : 10,2 ± 2,0 %
Methan : 0,3 ± 0,1 %
Ammoniak : 0,026 ± 0,004 %

Quelle : Wikipedia

Planeten

Die Venus

Fotos / Graphic M.Heeg

Unser nächster Nachbarplanet

In vieler Beziehung wirkt die Venus wie ein Zwilling der Erde, sie hat
ungefähr die gleiche Größe, eine etwas geringere Masse und sollte dank
der auch geringeren Sonnenentfernung also auch nur ein wenig wärmer sein. Ihre Dichte liegt so nah bei der der Erde, daß man die Schlußfolgerung ziehen kann, die Venus bestünde aus nahezu den gleichen Stoffen wie die Erde.

Der Hauptunterschied wird aber durch eine dicke Atmosphäre erzeugt, welche ca. 90 mal dicker ist als die der Erde. Diese Atmosphäre besteht zu 96,5 % aus Kohlendioxid, was einen Großteil der einfallenden Sonnenenergie auf Ihr zurückhält.

Statt nur ein wenig wärmer als die Erde zu sein, besitzt die Venus hierdurch
eine Oberflächentemperatur von ungefähr 500 Grad Celsius.

Nach dem Mond ist die Venus das hellste Objekt am nächtlich Himmel. Da sie als einer der inneren Planeten nur am Morgen- oder Abendhimmel sichtbar ist und nie z.B. gegen Mitternacht, wird sie auch Morgenstern und Abendstern genannt. Sie geht also immer unmittelbar vor oder nach der Sonne auf.- bzw. unter. Schon mit einem kleinen Fernrohr ist sie auch am Tag , manchmal sogar ohne optische Hilfsmittel gut zu sehen. Doch auch in Erdnähe ( im Perigäum alle ca. alle 1½ Jahre ) lassen sich durch Ihre dann geringere Exzentrität nur die Wolkenstreifen der äußerst dichten Atmosphäre erkennen. Die Erkundung der Oberfläche erfordert Radar.

Eine andere Besonderheit ist die Tatsache, daß Venus außerordentlich
langsam rotiert, einmal alle 243 Tage und zwar entgegengesetzt zu Ihrer
Bahnbewegung. Ein Umlauf um die Sonne dauert hingegen ” nur ” 224 Tage.

Von Zeit zu Zeit schiebt sich die Venus auf Ihrer Bahn in der Ekliptik ( wie auch der Merkur ) zwischen Erde und Sonne, so daß sie als kleiner dunkler Punkt vor der Scheibe der Sonne erscheint.

Diese Ereignisse sind äußerst selten, das erste Mal wurde 1639 eines beobachtet, die darauffolgenden Ereignisse fanden/finden statt :

  1. Dez. 1639, 03. Jun. 1769, 09. Dez. 1874,
  2. Dez. 1882, 08. Jun. 2004, 05. Jun. 2012,
  3. Dez. 2117, 08. Dez. 2125

Ich werde also leider ein solches Ereigniss, wie alle unserer Generation, nicht mehr zu sehen bekommen. Entsprechend bin ich aber auch mit meinen hier gezeigten Aufnahmen sehr zufrieden …

Planetenopposition

Der Mars

mars_2014_04_10_01 mars_2014_04_10_03

Fotos  M.Heeg

Planetenansicht

Der Mars ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten.

Sein Durchmesser ist mit knapp 6800 Kilometer etwa halb so groß wie der Erddurchmesser. Damit ist der Mars nach dem Merkur der zweitkleinste Planet des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 228 Millionen Kilometern ist er rund 1,5-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde.

Er bewegt sich auf einer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. In einem Abstand von 206,62 bis 249,23 Millionen Kilometern (1,38 AE bis 1,67 AE) benötigt er knapp 687 Tagen (etwa 1,9 Jahre) zur Sonnenumrundung.  Seine Bahnebene ist 1,85° gegen die Erdbahnebene geneigt.

Seine Bahngeschwindigkeit schwankt mit dem Sonnenabstand zwischen 26,50 km/s und 21,97 km/s und beträgt im Mittel 24,13 km/s. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,0935. Nach der Umlaufbahn des Merkurs ist das die zweitgrößte Abweichung von der Kreisform unter allen Planetenbahnen des Sonnensystems.

Der Mars rotiert in rund 24 Stunden und 37 Minuten einmal um die eigene Achse. In Bezug auf seinen Lauf um die Sonne ergibt sich daraus ein Marstag von knapp 24 Stunden und 40 Minuten, der auch Sol genannt wird.

Da die dünne Marsatmosphäre nur wenig Sonnenwärme speichern kann, sind die Temperaturunterschiede auf der Oberfläche sehr groß. Die Temperaturen erreichen in Äquatornähe etwa 20 °C am Tag und sinken bis auf −85 °C in der Nacht. Die mittlere Temperatur des Planeten liegt bei etwa −55 °C.

Wegen seiner orange- bis blutroten Farbe wurde er nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und wird oft auch als der Rote Planet bezeichnet. Diese Färbung geht auf Eisenoxid-Staub (Rost) zurück, der sich auf der Oberfläche und in der dünnen CO2-Atmosphäre verteilt hat.

In größeren Fernrohren deutlich sichtbar sind die zwei Polkappen und mehrere dunkle Ebenen, die sich im Frühjahr etwas verfärben.

Der Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, die 1877 entdeckt wurden: Phobos und Deimos (griechisch für Furcht und Schrecken).

Mein Foto rechts zeigt den Mars in 300 % Vergrößerung gegenüber der dem Original auf der Linken Seite. Die Fotos sind meine bisher besten Ablichtungen des Planeten. Sie sind kurz nach der Opposition 2014 entstanden und zeigen (im Original Foto) seine
Ansicht in ca. 15″ Abbildungsgröße und einer Entfernung von ca. 0.62 AE.

Quelle : Wikipedia