Im Sternbild Schlangenträger

Messierobjekte

Fotos M.Heeg

Sternbilder

Der Schlangenträger ist ein Sternbild auf dem Himmelsäquator welches sehr ausgedehnt und entsprechend nur unauffällig in Mitteleuropa am Sommerhimmel erscheint.

Da seine Sterne weit auseinander und wenig markant sind, ist es nicht ganz einfach, es zwischen den Sternbildern Herkules und Skorpion zu identifizieren.

Im Schlangenträger befindet sich jedoch eine Reihe von Kugelsternhaufen, welche der französische Astronom Charles Messier in seinen Katalog nebliger Objekte ( Messier-Katalog ) aufgenommen hat.

Der sonnennächste von ihnen ( in diesem Sternbild ) ist mit ca. 15.000 Lichtjahren Entfernung M 10 ( Mag 6.5 ).

Messier 12 ( Mag 6.5 ) ist etwa 20.000 Lichtjahre entfernt. Der Kugelsternhaufen M 14 ( Mag 7.5 ) befindet sich in einer Entfernung von ca. 25.000 bis 40.000 Lichtjahren zur Sonne.

Weitere Kugelsternhaufen des Messier-Katalogs im Schlangenträger sind :

Messier NGC Helligkeit

M 9 — 6333 — 8 m
M 19 — 6273 — 7,5 m
M 62 — 6266 — 7,4 m
M 107 — 6171 — 8 m

Quelle : Wikipedia

Meine ” Kurzzeitbelichtungen ” mit kleiner Optik und ebensolcher Kamera, mitten in der Stadt; aufgenommen zeigen M 10, M 12, M 14.

Kugelsternhaufen

Im Bulge der Galaxien


Foto M.Heeg

Die Kugelsternhaufen

Ein Kugelsternhaufen ist eine enge, kugelförmige Ansammlung sehr vieler Sterne, die untereinander gravitativ gebunden sind.

Typisch ist eine Größe von einigen 100.000 Sternen. Gegenseitige Bahnveränderungen sind im dicht bevölkerten Zentrum häufig, was die sphärische Gestalt zur Folge hat.

Kugelsternhaufen sind gravitativ an Galaxien gebunden, in deren Halo sie sich weiträumig bewegen. Sie bestehen vorwiegend aus alten, roten Sternen. Dies unterscheidet sie deutlich von offenen Sternhaufen, die zu den jüngsten Bildungen in Galaxien gehören.

Messier 5 oder NGC 5904 ist ein solcher Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange.

Er ist etwa 25.000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt.

Für Amateurteleskope ist er einer der schönsten Kugelhaufen.

Mit einer scheinbaren Helligkeit von 5,6 mag lässt sich Messier 5 in sehr klarer Nacht und an einem Ort mit wenig Lichtverschmutzung schon mit bloßem Auge erkennen.

In kleinen Fernrohren werden am Rand bereits Einzelsterne sichtbar. Das Zentrum ist auch im größeren Teleskop etwas verschwommen, da die Sterne im Zentrum eine Art Schimmer erzeugen.

Meine Aufnahme zeigt den Kugelsternhaufen mit kurzer Belichtungszeit und in geringer Brennweite.

Der Kugelsternhaufen wurde 1702 entdeckt und von Charles Messier 1764 in seinen Messier-Katalog aufgenommen.

Rektaszension     15h 18m 33,7s

Deklination     +02° 04′ 58?

Helligkeit (visuell)     5,7 mag

Winkelausdehnung     23′

Entfernung     24,5 kLj

Durchmesser     165 Lj

Quelle : Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelsternhaufen

Offener Sternhaufen

Messier 37

m37_2016_03_17   Foto   M.Heeg

Jede Menge Sterne

Als offene Sternhaufen werden Ansammlungen von etwa zwanzig bis zu einigen tausend Sternen bezeichnet, welche sich aus derselben Molekülwolke gebildet haben. Ihre Konzentration im Zentrum ist relativ gering. Dennoch heben sie sich deutlich vom Sternhintergrund ab. Von den dicht gepackten Kugelsternhaufen unterscheiden sie sich durch Größe, Lokalisation, Alter und Entstehung, vor allem aber durch ihre geringere Sterndichte.

Junge offene Sternhaufen können sich immer noch in jener Molekülwolke befinden, aus der sie entstanden sind. Diese wird dadurch aufgehellt, und es entsteht ein ionisiertes H-II-Gebiet. Jedoch führt der Strahlungsdruck der jungen Sterne dazu, dass die Molekülwolke allmählich zerstreut wird.

Für die Untersuchung der Sternentstehung sind offene Sternhaufen sehr wichtige Objekte. Der Grund dafür ist, dass alle Haufensterne ungefähr das gleiche Alter und dieselbe chemische Zusammensetzung haben.

Messier 37 (auch als NGC 2099 bezeichnet) ist einer der der drei Offenen Sternhaufen im Wintersternbild Fuhrmann. Seine Helligkeit beträgt 5,6 mag, seine Winkelausdehnung 24′.

Er kann bei ideal dunklem Himmel freiäugig erkannt werden. Im Feldstecher zeigt er einen ovalen Nebelfleck aus 8-12 Sternen ca. 9. Größe. Von seinen etwa 2000 Sternen sind 200 heller als 13 mag, darunter etwa 15 Rote Riesen, 20 Veränderliche und über 30 Doppelsterne.

Im Haufenzentrum steht der markante F8-Stern HD 39183 mit 9,2 mag. Wegen seiner großen Sternanzahl diente Messier 37 vielen Astronomen als Objekt zur Untersuchung der Sternentwicklung.

Quelle : Wikipedia

Kugelsternhaufen

Messier 13

m13_2015_06_04  Foto  M.Heeg

Kugelsternhaufen

Ein Kugelsternhaufen ist eine enge, kugelförmige Ansammlung sehr vieler Sterne. Diese sind untereinander gravitativ gebunden. Typische Größen sind einige 100.000 Sterne. Gegenseitige Bahnveränderungen sind im dicht bevölkerten Zentrum häufig, was die sphärische Gestalt zur Folge hat. Kugelsternhaufen sind ihrerseits durch die Gravitation an Galaxien gebunden. Im Fall von M13 ist es unsere Milchstraße in deren Halo er sich befindet. Kugelsternhaufen bestehen vorwiegend aus alten, roten Sternen, die nur wenige schwere Elemente enthalten. Dieses unterscheidet Kugelsternhaufen deutlich von offenen Sternhaufen.

Obwohl die Sterne in Kugelsternhaufen zu den ersten gehörten, die sich bildeten ist ihr Ursprung und ihre Rolle in der galaktischen Evolution immer noch unklar.

Kugelsternhaufen kommen häufig vor. Im Halo der Milchstraße wurden bereits rund 150 von ihnen gefunden und man schätzt, dass noch weitere unentdeckt sind. Messier 13, auch bekannt als NGC 6205, ist einer von ihnen im Sternbild Herkules.

Er ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 durch den englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Seine Entfernung zur Sonne beträgt etwa 25.000 Lichtjahre. Messier 13 hat ca. die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von ca. 150 Lichtjahren. Er zeigt sich uns somit in einer scheinbaren Helligkeit von 5,8 mag.

In einem kleinen Teleskop kann er am Rand in Einzelsterne aufgelöst werden und ist damit ein lohnendes Objekt für Amateurastronomen. Man findet ihn – am besten im Frühjahr oder Sommer – an der „rechten Viereckseite“ des Herkules, zwischen den Sternen η und ξ Her.

Sternbild                   Herkules

Rektaszension          16h 41m 41,44s

Deklination               +36° 27′ 36,9″

Helligkeit (visuell)     5,8 mag

Winkelausdehnung  20′

Quelle : Wikipedia

Kugelsternhaufen

Messier 3

m3_2014_05_03_02  Foto  M.Heeg

Sternhaufen

Der Kugelsternhaufen Messier 3 steht im Sternbild Jagdhunde. Er wurde am 3. Mai 1764 von Charles Messier entdeckt und von ihm in seinem Katalog als drittes Objekt ( M 3 ) verzeichnet. Im New General Catalogue (NGC) trägt er die Nummer 5272.

Messier 3 ist mit einer halben Million Sternen ein sehr großer Kugelsternhaufen. Der Kugelsternhaufen enthält mit 212 veränderlichen Sternen (davon 170 RR Lyrae Sterne) die größte Anzahl dieser Sternklasse in unserer Galaxie. Von 186 Sternen konnte eine Periode bestimmt werden.

Der Sternhaufen ist leicht am Nachthimmel zu entdecken. Er befindet sich genau zwischen Arktur (α Boo ) im Sternbild Bärenhüter und α Cor Caroli im  Sternbild Jagdhunde. Messier 3 ist im Frühjahr sichtbar.

Weitere Daten zu M 3 wie folgt :

Rektaszension     13h 42m 11,0s
Deklination     +28° 22′ 32″

Helligkeit (visuell)     6,2 mag
Winkelausdehnung     18,0′

Entfernung     10,39 kpc
Durchmesser     223 Lj

Quelle : Wikipedia