Archiv für den Monat: März 2016

Offener Sternhaufen

Messier 37

m37_2016_03_17   Foto   M.Heeg

Jede Menge Sterne

Als offene Sternhaufen werden Ansammlungen von etwa zwanzig bis zu einigen tausend Sternen bezeichnet, welche sich aus derselben Molekülwolke gebildet haben. Ihre Konzentration im Zentrum ist relativ gering. Dennoch heben sie sich deutlich vom Sternhintergrund ab. Von den dicht gepackten Kugelsternhaufen unterscheiden sie sich durch Größe, Lokalisation, Alter und Entstehung, vor allem aber durch ihre geringere Sterndichte.

Junge offene Sternhaufen können sich immer noch in jener Molekülwolke befinden, aus der sie entstanden sind. Diese wird dadurch aufgehellt, und es entsteht ein ionisiertes H-II-Gebiet. Jedoch führt der Strahlungsdruck der jungen Sterne dazu, dass die Molekülwolke allmählich zerstreut wird.

Für die Untersuchung der Sternentstehung sind offene Sternhaufen sehr wichtige Objekte. Der Grund dafür ist, dass alle Haufensterne ungefähr das gleiche Alter und dieselbe chemische Zusammensetzung haben.

Messier 37 (auch als NGC 2099 bezeichnet) ist einer der der drei Offenen Sternhaufen im Wintersternbild Fuhrmann. Seine Helligkeit beträgt 5,6 mag, seine Winkelausdehnung 24′.

Er kann bei ideal dunklem Himmel freiäugig erkannt werden. Im Feldstecher zeigt er einen ovalen Nebelfleck aus 8-12 Sternen ca. 9. Größe. Von seinen etwa 2000 Sternen sind 200 heller als 13 mag, darunter etwa 15 Rote Riesen, 20 Veränderliche und über 30 Doppelsterne.

Im Haufenzentrum steht der markante F8-Stern HD 39183 mit 9,2 mag. Wegen seiner großen Sternanzahl diente Messier 37 vielen Astronomen als Objekt zur Untersuchung der Sternentwicklung.

Quelle : Wikipedia