Kugelsternhaufen

Messier 13

m13_2015_06_04  Foto  M.Heeg

Kugelsternhaufen

Ein Kugelsternhaufen ist eine enge, kugelförmige Ansammlung sehr vieler Sterne. Diese sind untereinander gravitativ gebunden. Typische Größen sind einige 100.000 Sterne. Gegenseitige Bahnveränderungen sind im dicht bevölkerten Zentrum häufig, was die sphärische Gestalt zur Folge hat. Kugelsternhaufen sind ihrerseits durch die Gravitation an Galaxien gebunden. Im Fall von M13 ist es unsere Milchstraße in deren Halo er sich befindet. Kugelsternhaufen bestehen vorwiegend aus alten, roten Sternen, die nur wenige schwere Elemente enthalten. Dieses unterscheidet Kugelsternhaufen deutlich von offenen Sternhaufen.

Obwohl die Sterne in Kugelsternhaufen zu den ersten gehörten, die sich bildeten ist ihr Ursprung und ihre Rolle in der galaktischen Evolution immer noch unklar.

Kugelsternhaufen kommen häufig vor. Im Halo der Milchstraße wurden bereits rund 150 von ihnen gefunden und man schätzt, dass noch weitere unentdeckt sind. Messier 13, auch bekannt als NGC 6205, ist einer von ihnen im Sternbild Herkules.

Er ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 durch den englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Seine Entfernung zur Sonne beträgt etwa 25.000 Lichtjahre. Messier 13 hat ca. die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von ca. 150 Lichtjahren. Er zeigt sich uns somit in einer scheinbaren Helligkeit von 5,8 mag.

In einem kleinen Teleskop kann er am Rand in Einzelsterne aufgelöst werden und ist damit ein lohnendes Objekt für Amateurastronomen. Man findet ihn – am besten im Frühjahr oder Sommer – an der „rechten Viereckseite“ des Herkules, zwischen den Sternen η und ξ Her.

Sternbild                   Herkules

Rektaszension          16h 41m 41,44s

Deklination               +36° 27′ 36,9″

Helligkeit (visuell)     5,8 mag

Winkelausdehnung  20′

Quelle : Wikipedia