Archiv für den Monat: Mai 2015

Emissionsnebel

Rosettennebel

ngc2244-2012-02-20  Foto  M.Heeg

Sternhaufen und Nebel

Der Rosettennebel beinhaltet die NGC-Objekte NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239 und NGC 2246 als unterschiedliche Teile des Gesamtobjekts. Historisch bezeichneten die vier Nummern allerdings andere Sternanhäufungen und Nebel in diesem Bereich.

Als Emissionsnebel werden in der Astronomie Wolken interstellaren Gases (Nebel) bezeichnet, die selbst Licht in den verschiedensten Farben emittieren. Damit unterscheiden sie sich von Reflexionsnebeln, die lediglich eingestrahltes Licht reflektieren.

Die Sterne, die für das Leuchten der Emissionsnebel verantwortlich sind, sind meist heiße, junge Sterne der Spektralklassen O, B oder A, da nur sie die notwendige Energie abstrahlen können.

Ebenfalls zu den Emissionsnebeln gehören prinzipbedingt auch die planetarischen Nebel, bei denen allerdings ein heißer weißer Zwerg, also der Überrest eines Sterns, für die Erleuchtung sorgt. Hier besteht der Nebel aus den abgestoßenen äußeren Gashüllen des ehemaligen Sterns.

Im Zentrum des Rosettennebels befindet sich der offene Sternhaufen NGC 2244, welcher den Nebel zum Leuchten bringt. Der Sternhaufen hat eine scheinbare Helligkeit von +4,80 mag und einen Durchmesser von 24.0′.

Die Farbe des Nebels hängt von seiner chemischen Zusammensetzung und von der Energie des eingestrahlten Lichts ab. Wegen der Häufigkeit von Wasserstoff im interstellaren Gas leuchten viele Nebel mit dem für ihn charakteristischen Rot bei einer Wellenlänge von 656,3 nm. Steht mehr Energie der Sterne zur Verfügung, ist es auch möglich, dass andere Elemente ionisiert werden, und Nebel mit grüner und blauer Farbe entstehen.

Emissionsnebel enthalten oftmals dunklere Regionen mit dichte Staubwolken, die sogenannte Dunkelwolken, welche kein Licht hindurchlassen. Diese Kombination von Emissionsnebeln und Dunkelwolken ergeben interessant aussehende Objekte, deren Form häufig die Namensgebung beeinflusste, wie z. B. bei NGC 2264 dem Konusnebel.

Sternbild                                             Einhorn

Rektaszension                                    6h 30m 42,00s

Deklination                                         +05° 01′ 00,0″

Scheinbare Helligkeit (visuell)          6.00 mag

Winkelausdehnung                           80.0′ × 60.0′

Quelle : Wikipedia