Jupiter Opposition 2015

Der größte Planet unseres Sonnensystems

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Fotos  M.Heeg

Jupiter und die “Galileischen Monde”

Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet unseres Sonnensystems. Nach Sonne, Mond und Venus erscheint er uns als vierthellstes Objekt am Himmel. Er ist mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet

Am 6. Februar 2015 stand Jupiter wieder in Opposition zur Sonne.

Alle 399 Tage gelangt Jupiter in Opposition zur Sonne. Er steht dann unserem Stern am Himmel direkt gegenüber, so dass er bei Sonnenuntergang im Osten aufgeht, zu Mitternacht die höchste Stellung im Süden erreicht und zu Sonnenaufgang im Westen untergeht. Jupiter ist dann die gesamte Nacht über zu sehen.

Aber auch ausserhalb dieser Konstellation lassen sich, z.B. die vier großen Monde des Jupiter bereits mit einem Fernglas erkennen. Es sind : Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Der kleinste (Europa) dieser bereits von Galilei entdeckten Monde, ist etwas kleiner als unser Erdmond, Ganymed, der größte, etwas größer als der Planet Merkur. Würden sie nicht vom Licht des Riesenplaneten überstrahlt, könnten sie auch mit bloßem Auge am Himmel gesehen werden.

Die Opposition Jupiters ist also gut geeignet, das Spiel seiner Monde zu beobachten. Mit Umlaufzeiten zwischen 42 Stunden und knapp 17 Tagen sehen wir sie jede Nacht an anderer Stelle bezogen zum Planeten stehen.

Auch Jupiter selbst ist ein lohnendes Beobachtungsobjekt. Als Gasplanet hat er keine feste Oberfläche. Wir sehen vielmehr Strukturen in seiner Wolkendecke, die – abhängig von ihrer Position – unterschiedliche Rotationsdauern haben. Über die Jahrhunderte hinweg ist aber eine grundlegende Struktur gleich geblieben, eine Abfolge aus hellen Zonen und dunkleren Bändern. Innerhalb dieser Aufteilung ist stetig in den Bändern eine beachtliche Veränderung zu verzeichnen.

Die bekannteste Wolkenstruktur Jupiters in diesen Bändern ist der Große Rote Fleck (GRF). Er wird schon seit Jahrhunderten beobachtet und lässt sich auf Jupiterzeichnungen bis ins Jahr 1631 zurückverfolgen.

Seine Sichtbarkeit schwankt seitdem, und die Farbe variiert zwischen Ziegelrot und Blass­orange. Bevor die ersten Raumsonden Jupiter erreichten, war unklar, was den GRF verursacht. Die Aufnahmen der Pioneer- und Voyager-Sonden zeigten dass der GRF eine meteorologische Erscheinung ist. Offenbar handelt es sich um einen Wirbelsturm.

Mein beiden Aufnahmen zeigen Jupiter und seine Monde wenige Tage vor seiner Oppositionsstellung.

Masse                                      : 1,898E27 kg (317,8 Erdmassen)
Entfernung von der Sonne  : 778.500.000 km
Radius                                     : 69.911 km
Gravitation                             : 24,79 m/s²
Oberfläche                             : 61.418.738.571 km²
Monde                                    : Europa, Io, Ganymed, Kallisto, Amalthea, Metis, Adrastea …

Quelle : Wikipedia und www.spektrum.de