Archiv für den Monat: April 2014

Planetenopposition

Der Mars

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Fotos  M.Heeg

Planetenansicht

Der Mars ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten.

Sein Durchmesser ist mit knapp 6800 Kilometer etwa halb so groß wie der Erddurchmesser. Damit ist der Mars nach dem Merkur der zweitkleinste Planet des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 228 Millionen Kilometern ist er rund 1,5-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde.

Er bewegt sich auf einer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. In einem Abstand von 206,62 bis 249,23 Millionen Kilometern (1,38 AE bis 1,67 AE) benötigt er knapp 687 Tagen (etwa 1,9 Jahre) zur Sonnenumrundung.  Seine Bahnebene ist 1,85° gegen die Erdbahnebene geneigt.

Seine Bahngeschwindigkeit schwankt mit dem Sonnenabstand zwischen 26,50 km/s und 21,97 km/s und beträgt im Mittel 24,13 km/s. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,0935. Nach der Umlaufbahn des Merkurs ist das die zweitgrößte Abweichung von der Kreisform unter allen Planetenbahnen des Sonnensystems.

Der Mars rotiert in rund 24 Stunden und 37 Minuten einmal um die eigene Achse. In Bezug auf seinen Lauf um die Sonne ergibt sich daraus ein Marstag von knapp 24 Stunden und 40 Minuten, der auch Sol genannt wird.

Da die dünne Marsatmosphäre nur wenig Sonnenwärme speichern kann, sind die Temperaturunterschiede auf der Oberfläche sehr groß. Die Temperaturen erreichen in Äquatornähe etwa 20 °C am Tag und sinken bis auf −85 °C in der Nacht. Die mittlere Temperatur des Planeten liegt bei etwa −55 °C.

Wegen seiner orange- bis blutroten Farbe wurde er nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und wird oft auch als der Rote Planet bezeichnet. Diese Färbung geht auf Eisenoxid-Staub (Rost) zurück, der sich auf der Oberfläche und in der dünnen CO2-Atmosphäre verteilt hat.

In größeren Fernrohren deutlich sichtbar sind die zwei Polkappen und mehrere dunkle Ebenen, die sich im Frühjahr etwas verfärben.

Der Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, die 1877 entdeckt wurden: Phobos und Deimos (griechisch für Furcht und Schrecken).

Mein Foto rechts zeigt den Mars in 300 % Vergrößerung gegenüber der dem Original auf der Linken Seite. Die Fotos sind meine bisher besten Ablichtungen des Planeten. Sie sind kurz nach der Opposition 2014 entstanden und zeigen (im Original Foto) seine
Ansicht in ca. 15″ Abbildungsgröße und einer Entfernung von ca. 0.62 AE.

Quelle : Wikipedia

Galaxien im Sternbild Jagdhunde

Spiralgalaxie

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Fotos  M.Heeg

Messier 106  / NGC 4258

Die +8.3 mag helle Sb Spiralgalaxie M106 befindet sich in einer Entfernung von etwa 21 bis 25 Millionen Lichtjahren im Sternbild Jagdhunde.
Sie hat eine Abmessungen (im sichtbaren Spektrum) von 18,6′ x 7,2′ und entfernt sich von uns mit einer Geschwindigkeit von 537 km/sec.

Sie wurde 1781 von Pierre Méchain entdeckt. Weitere Katalogbezeichnungen sind NGC 4258, UGC 7353.

Seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist M106 auch dafür bekannt, daß sie eine weit größere Ausdehnung im Radiobereich als im sichtbaren Bereich des Spektrums aufweist.

Im Jahr 1995 gab es Hinweise darauf, daß sich in Messier 106 möglicherweise ein massives dunkles Objekt (Schwarzes Loch) befindet, welches man zu der bis heute engsten Entfernung von Zentrum zurückverfolgen kann. 36 Millionen Sonnenmassen befinden sich offenbar innerhalb eines Volumens mit einem Radius von 1/24 bis 1/12 Lichtjahren (das sind etwa 27000 bis 54000 AE). Dies ist die dichteste Materiekonzentration, die man jemals entdeckt hat.

Dieses aktive Zentrum zeigt auch die Emission von Jets und macht das Zentralgebiet von M106 zu einem Vergleichs Objekt zu den “inneren Geschehnissen” in anderen aktiven Galaxien.

Eine Supernova (1981K) leuchtete in M106 im August 1981 auf und erreichte in ihrem hellsten Zustand 16 Magnituden.

In meinem zweiten Foto (rechte Abbildung) sind durch die Langzeitbelichtung  viele weitere Galaxien in diesem Himmelsabschnitt zu erkennen.

Quelle : Wikipedia Munich astro Archive

Galaxien im Sternbild Löwe

Galaxiengruppe

m65_m66_ngc3628_2014_03_28_02   Foto  M.Heeg

Das Leo Triplett

Die M66-Gruppe, auch bekannt als Leo-Triplett, ist eine kleine Galaxiengruppe in Sternbild Löwe. Sie liegt ungefähr 35 Millionen Lichtjahre entfernt.

Die Galaxiengruppe enthält die Objekte Messier 65 und 66, sowie die Spiralgalaxie NGC 3628.
Sie wird häufig als Untergruppe der Leo-I-Gruppe geführt.

Das aus schön strukturierten Spiralsystemen bestehende Leo-Triplett ist vielleicht die schönste Galaxiengruppe des nördlichen Sternhimmels. Sie verteilen sich dabei auf eine Fläche, welche uns etwas größer als die des Vollmondes erscheint.  Das hellste Mitglied der Gruppe ist die visuell 8,9 mag helle Galaxie M66.

Messier 65 ( auch als NGC 3623 bezeichnet ) befindet sich in meiner Aufnahme ganz rechts.
Sie ist eine +9,2 mag helle Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sb mit einer Flächenausdehnung von 8,7′ × 2,5′ und wurde am 1. März 1780 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt

Messier 66 ( oder NGC 3627 ) hat eine Helligkeit von +8,9 mag. Sie ist ebenfalls eine Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sb mit einer Flächenausdehnung von 8,3′ × 4,2′. Im Foto ist sie unten zu sehen. Ihr Entdecker ist mir nicht bekannt.

NGC 3628 ist die Bezeichnung der im Foto oben zu sehenden Galaxie vom Hubble-Typ Sc.
Ihre Ausdehnung  ( Durchmesser ca. 120.000 Lj ) ist 13,5′ × 4,3′. Die scheinbare visuelle Helligkeit ist mag 9,5.  Sie zeigt in fast seitlicher Sicht ein schönes Staubband. Entdeckt wurde sie am 8. April 1784 von dem deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel.

Quelle : Wikipedia