Archiv der Kategorie: Planeten

Die “Nachbarn” der Erde …

Astronomische Entfernungsmaße

Nah – Fern – Unendlich ?

Fotos und Animation  M.Heeg

Zur Zeitrafferanimation ( 25 Mb ) – timelapse_night_2017_12_28

Der Weltraum – unendliche Weiten …

Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat …

… diesen Filmbeginn kennen wir alle !

Aber wie weit weg ist das ? Als Entfernungsmaß.- Angabe werden in der Astronomie, zusätzlich zu der uns allen bekannten Einheit Km, verschiedene weitere Einheiten benutzt.

Eine Astronomische Einheit ( abgekürzt AE ) hat eine Länge von 149 597 870 700 Metern und entspricht ungefähr dem mittleren Abstand zwischen der Erde und der Sonne, also dem mittleren Erdbahnradius. Dieses sind also ca. 149 Mio. Km

Ein Lichtjahr ( abgekürzt Lj ) ist die Strecke, die ein Lichtsignal in einem Jahr ( im Vakuum ) zurücklegt. Diese Strecke entspricht dann ca. 9,5 Billionen Km oder ca. 63241 AE.

Ein Parsec ( abgekürzt pc ) ist eine weiter Größenordnung.- Angabe für große Entfernungen.
In dieser Größe erscheint die Strecke einer Astronomischen Einheit unter dem Winkel von einer Bogensekunde. Ein Lichtjahr wären entsprechend ca. 0.3066 Parsec.

Einige Beispiele zum verdeutlichen :

Die mittlere Entfernung von Erde und Mond beträgt ca. 1,3 Lichtsekunden.
Die Erde ist von der Sonne im Mittel ca. 500 Lichtsekunden bzw. 8,3 Lichtminuten entfernt.
Die mittlere Entfernung zwischen Sonne und Neptun beträgt ca. 4,17 Lichtstunden.
Der sonnennächste Stern, Proxima Centauri, ist ca. 4,2 Lichtjahre entfernt.
Der Durchmesser unserer Galaxie, der Milchstraße, beträgt ca. 100.000 Lichtjahre.
Die Entfernung zur nächsten größeren Galaxie, dem Andromedanebel, beträgt ca. 2,4–2,7 Millionen Lichtjahre.
Die Raumsonde Voyager 1, die 1977 startete, erreichte 2013 einen Abstand zur Erde von ca. 18 Milliarden Kilometern, das entspricht etwa 18 Lichtstunden ( oder ca. 1/500 Lichtjahr ) und verließ die Heliosphäre.

Meine  AllSky-Aufnahme, wie auch die erstellte Zeitrafferanimation zeigen teilweise entsprechende Objekte.

Der Mond ca. 384.000 Km, Uranus ca. 17.2 bis 21.1 AE, Andromeda ca. 2,5 x 10 hoch 6 Lichtjahre entfernt …

Jupiter

Gasplanet

jupiter_2015_03_18_02  Foto   M.Heeg

Der Riesenplanet

Der Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems.

Er ist mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zählt er zu den Gasplaneten und hat keine feste Oberfläche.

Jupiter ist das dritt- bis vierthellste Objekt des Nachthimmels ( nach Mond und Venus ).
Abhängig von der Bahnkonstellation ist zeitweise der Planet Mars heller.

Benannt ist er nach dem römischen Hauptgott Jupiter.

Jupiter läuft auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0489 um die Sonne. Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei 4,95 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 5,46 AE.

Wegen seiner geringen Bahnneigung ( 1,3° ) bewegt sich seine Position immer nahe der Ekliptik.

Eine wichtige Funktion im Sonnensystem kommt ihm zu da er schwerer ist als alle anderen Planeten zusammen. Diese wesentliche Eigenschaft stabilisiert des Massengleichgewichtes im Sonnensystem.

Jupiter ist im Sonnensystem auch der Planet, welcher sich am schnellsten um seine Achse dreht. Seine Rotationsperiode beträgt knapp zehn Stunden, was aufgrund der Fliehkräfte zu einer Abflachung an den Polen führt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Jupiter jedoch 11 Jahre und 315 Tage.

Von außen zeigt sich Jupiter in verschiedenfarbigen Bändern und Wirbeln von Wolken, in Weiß-, Rot-, Orange-, Braun-, Gelb- und teilweise auch Blautönen.

Außer den hellen und dunklen äquatorparallelen Wolkenbändern fällt an Jupiter vor allem der Große Rote Fleck auf ( GRF ). Dieser Rote Fleck ist ein riesiger ovaler Wirbelsturm, welcher etwa zwei Erddurchmesser ( in ovaler Richtung ) groß ist. Er liegt sehr stabil zwischen zwei Wolkenbändern bei etwa 22° südlicher Breite.

Erstmals wurde der Große Rote Fleck 1664 von dem englischen Naturforscher Robert Hooke beschrieben. Seitdem unterlag er nur leichten optischen Veränderungen.

Zum Vergleich, auf der Erde lösen sich Windwirbel in der Atmosphäre üblicherweise innerhalb einiger Wochen wieder auf. Aufgrund seiner Größe ist der Fleck bereits in Amateurteleskopen sichtbar. Seine markante Farbe ist deutlich röter als die Umgebung.

Auf meiner Aufnahme ist er, wie auch viele andere Details recht gut zu erkennen.

Allgemeine Infos

Masse : ca. 318 Erdmassen
Monde : 67
Temperatur : -108 Grad
Wasserstoff : 89,8 ± 2,0 %
Helium : 10,2 ± 2,0 %
Methan : 0,3 ± 0,1 %
Ammoniak : 0,026 ± 0,004 %

Quelle : Wikipedia

Jupiter Opposition 2015

Der größte Planet unseres Sonnensystems

jupiter_2015_01_30_01jupiter_2015_01_30_02

Fotos  M.Heeg

Jupiter und die “Galileischen Monde”

Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet unseres Sonnensystems. Nach Sonne, Mond und Venus erscheint er uns als vierthellstes Objekt am Himmel. Er ist mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet

Am 6. Februar 2015 stand Jupiter wieder in Opposition zur Sonne.

Alle 399 Tage gelangt Jupiter in Opposition zur Sonne. Er steht dann unserem Stern am Himmel direkt gegenüber, so dass er bei Sonnenuntergang im Osten aufgeht, zu Mitternacht die höchste Stellung im Süden erreicht und zu Sonnenaufgang im Westen untergeht. Jupiter ist dann die gesamte Nacht über zu sehen.

Aber auch ausserhalb dieser Konstellation lassen sich, z.B. die vier großen Monde des Jupiter bereits mit einem Fernglas erkennen. Es sind : Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Der kleinste (Europa) dieser bereits von Galilei entdeckten Monde, ist etwas kleiner als unser Erdmond, Ganymed, der größte, etwas größer als der Planet Merkur. Würden sie nicht vom Licht des Riesenplaneten überstrahlt, könnten sie auch mit bloßem Auge am Himmel gesehen werden.

Die Opposition Jupiters ist also gut geeignet, das Spiel seiner Monde zu beobachten. Mit Umlaufzeiten zwischen 42 Stunden und knapp 17 Tagen sehen wir sie jede Nacht an anderer Stelle bezogen zum Planeten stehen.

Auch Jupiter selbst ist ein lohnendes Beobachtungsobjekt. Als Gasplanet hat er keine feste Oberfläche. Wir sehen vielmehr Strukturen in seiner Wolkendecke, die – abhängig von ihrer Position – unterschiedliche Rotationsdauern haben. Über die Jahrhunderte hinweg ist aber eine grundlegende Struktur gleich geblieben, eine Abfolge aus hellen Zonen und dunkleren Bändern. Innerhalb dieser Aufteilung ist stetig in den Bändern eine beachtliche Veränderung zu verzeichnen.

Die bekannteste Wolkenstruktur Jupiters in diesen Bändern ist der Große Rote Fleck (GRF). Er wird schon seit Jahrhunderten beobachtet und lässt sich auf Jupiterzeichnungen bis ins Jahr 1631 zurückverfolgen.

Seine Sichtbarkeit schwankt seitdem, und die Farbe variiert zwischen Ziegelrot und Blass­orange. Bevor die ersten Raumsonden Jupiter erreichten, war unklar, was den GRF verursacht. Die Aufnahmen der Pioneer- und Voyager-Sonden zeigten dass der GRF eine meteorologische Erscheinung ist. Offenbar handelt es sich um einen Wirbelsturm.

Mein beiden Aufnahmen zeigen Jupiter und seine Monde wenige Tage vor seiner Oppositionsstellung.

Masse                                      : 1,898E27 kg (317,8 Erdmassen)
Entfernung von der Sonne  : 778.500.000 km
Radius                                     : 69.911 km
Gravitation                             : 24,79 m/s²
Oberfläche                             : 61.418.738.571 km²
Monde                                    : Europa, Io, Ganymed, Kallisto, Amalthea, Metis, Adrastea …

Quelle : Wikipedia und www.spektrum.de

Ringplanet

Saturn

saturn_2014_05_23_01  Foto  M.Heeg

Planetenansicht

Der Saturn ist der sechste Planet des Sonnensystems und mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120.500 Kilometern (9,5-facher Erddurchmesser) nach Jupiter zugleich der zweitgrößte. Mit 95 Erdmassen hat er jedoch nur 30 % der Masse Jupiters.

Der Saturn hat eine durchschnittliche Entfernung zur Sonne von knapp 1,43 Milliarden Kilometern, seine Bahn verläuft zwischen der von Jupiter und der des sonnenferneren Uranus. Er ist der äußerste Planet, der mit bloßem Auge problemlos erkennbar ist, und war daher schon Jahrtausende vor der Erfindung des Fernrohrs bekannt.

Er ist ein Gasplanet, dessen untersuchte obere Schichten zu etwa 96 % Stoffanteil aus Wasserstoff bestehen, und der von allen Planeten des Sonnensystems die geringste mittlere Dichte (etwa 0,69 g/cm³) aufweist. Von den anderen Planeten hebt sich der Saturn durch seine besonders ausgeprägten und schon in kleinen Fernrohren sichtbaren Ringe ab, die zu großen Teilen aus Wassereis und Gesteinsbrocken bestehen.

Sein scheinbarer Winkeldurchmesser beträgt je nach Erdentfernung zwischen 15″ und 20″, jener der Ringe zwischen 37″ und 46″. Die sogenannten Äquatorstreifen der Wolkenschichten des Saturn sind weniger deutlich als bei Jupiter, was wahrscheinlich mit einer hochlagernden Dunstschicht zusammenhängt.

Bis zum Jahresende 2009 wurden 62 Saturnmonde entdeckt, der größte davon ist Titan mit 5150 Kilometern Durchmesser.

Benannt ist der Planet nach dem römischen Gott des Ackerbaus, Saturn. Sein astronomisches Symbol  ♄ repräsentiert die stilisierte Sichel des Gottes.

Kleinster – größter Erdabstand :     7,991 – 11,086 AE
Äquator – Poldurchmesser  :           120.536 – 108.728 km
Rotationsperiode :                            10 h 47 min
Temperatur :                                     −139°C

Quelle : Wikipedia

Planetenopposition

Der Mars

mars_2014_04_10_01 mars_2014_04_10_03

Fotos  M.Heeg

Planetenansicht

Der Mars ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten.

Sein Durchmesser ist mit knapp 6800 Kilometer etwa halb so groß wie der Erddurchmesser. Damit ist der Mars nach dem Merkur der zweitkleinste Planet des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 228 Millionen Kilometern ist er rund 1,5-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde.

Er bewegt sich auf einer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. In einem Abstand von 206,62 bis 249,23 Millionen Kilometern (1,38 AE bis 1,67 AE) benötigt er knapp 687 Tagen (etwa 1,9 Jahre) zur Sonnenumrundung.  Seine Bahnebene ist 1,85° gegen die Erdbahnebene geneigt.

Seine Bahngeschwindigkeit schwankt mit dem Sonnenabstand zwischen 26,50 km/s und 21,97 km/s und beträgt im Mittel 24,13 km/s. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,0935. Nach der Umlaufbahn des Merkurs ist das die zweitgrößte Abweichung von der Kreisform unter allen Planetenbahnen des Sonnensystems.

Der Mars rotiert in rund 24 Stunden und 37 Minuten einmal um die eigene Achse. In Bezug auf seinen Lauf um die Sonne ergibt sich daraus ein Marstag von knapp 24 Stunden und 40 Minuten, der auch Sol genannt wird.

Da die dünne Marsatmosphäre nur wenig Sonnenwärme speichern kann, sind die Temperaturunterschiede auf der Oberfläche sehr groß. Die Temperaturen erreichen in Äquatornähe etwa 20 °C am Tag und sinken bis auf −85 °C in der Nacht. Die mittlere Temperatur des Planeten liegt bei etwa −55 °C.

Wegen seiner orange- bis blutroten Farbe wurde er nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und wird oft auch als der Rote Planet bezeichnet. Diese Färbung geht auf Eisenoxid-Staub (Rost) zurück, der sich auf der Oberfläche und in der dünnen CO2-Atmosphäre verteilt hat.

In größeren Fernrohren deutlich sichtbar sind die zwei Polkappen und mehrere dunkle Ebenen, die sich im Frühjahr etwas verfärben.

Der Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, die 1877 entdeckt wurden: Phobos und Deimos (griechisch für Furcht und Schrecken).

Mein Foto rechts zeigt den Mars in 300 % Vergrößerung gegenüber der dem Original auf der Linken Seite. Die Fotos sind meine bisher besten Ablichtungen des Planeten. Sie sind kurz nach der Opposition 2014 entstanden und zeigen (im Original Foto) seine
Ansicht in ca. 15″ Abbildungsgröße und einer Entfernung von ca. 0.62 AE.

Quelle : Wikipedia

Galileische Monde

Jupiter und Monde

index  Foto  M.Heeg

Die galileischen Monde sind die vier größten Satelliten des Planeten Jupiter.

Die Beobachtung dieser Monde ist eine sehr interessante astronomische Betätigung. Sie sind bereits in einem guten Fernglas zu sehen. Sie sind als kleine Lichtpunkte neben Jupiter zu sehen. Da die Monde innerhalb von Stunden ihre Position verändern, ist es sehr reizvoll, sie regelmäßig zu beobachten und Bedeckungen durch Jupiter oder Durchgänge vor der Planetenscheibe zu betrachten. Da die Monde selbstverständlich Schatten werfen, kommt es regelmäßig vor, dass sie eine Sonnenfinsternis auf Jupiter verursachen. In einem Teleskop kann man dann einen kleinen schwarzen Schatten auf Jupiter erkennen, der langsam über die Planetenscheibe wandert.

Am Sonntag 12. Januar 2014 konnte ich Jupiter und seine Monde sehr schön “aufgereiht” ablichten.

Hier einige Daten zu den Monden

Objekt
Eigenschaft                             Io              Europa         Ganymed     Kallisto     (Erd-)Mond / Vergleich

Durchmesser (km)                3.643,2     3.121,6         5.268            4.820,6          3.476
Mittlerer Bahnradius (km)   421.600    670.900       1.070.600     1.883.000     384.405
Umlaufzeit (Tage)                  1,76           3,55             7,16              16,69              27,32

Quelle : Wikipedia

360 Grad Winterhimmel

Die Wintermilchstraße

all_sky_2013_11_28_01 Foto / Video M.Heeg

Foto als Zeitraffer – Video 10 Stunden in 45 Sekunden !

Der Sternhimmel im Winter zeigt bei klarer Sicht eine Menge schöner Details. In dieser 360 Grad All Sky Aufnahme ist unter anderem sehr schön der Planet Jupiter ( lks. neben dem ” Lichtband ” der Milchstraße zu sehen. In südlicher Richtung ist das markante Sternbild Orion mit dem berühmten Orionnebel zu erkennen. Sirius der hellste Stern am Nördlichen Himmel findet sich im Süd-Ost Bereich des Fotos. Er befindet sich unterhalb des Himmelsäquators im Sternbild Großer Hund. Auch Capella im Sternbild Fuhrmann ist in der Fotomitte zu finden. Die Aufnahme ist remote via Internet in der Provence am OHP Observatorium als ” eine ” von ca. 600 Einzelaufnahmen ( eine pro Minute – 10 Stunden lang )  zur Erstellung eines Zeitraffervideos mit der dortigen All Sky Kamera entstanden.