NGC 7000 und IC 5070

Nicht nur 18.000 Euro machen den Unterschied …


NGC 7000 / IC 5070

NGC 7000 – Detail 1

NGC 7000 – Detail 2

Der Weg ist das Ziel

Ein ” einfacher Vergleich mit doch ” großen “, unterschiedlichen Ergebnissen. Sowohl die Qualität der verwendeten Ausrüstung als auch der Aufnahmeort entscheiden schon sehr über das Ergebnis. 🙂

Die ersten drei Fotos zeigen das als Nordamerikanebel und Pelikannebel bekannte Himmelsgebiet im Sternbild Schwan, aufgenommen unter guter Luftruhe, dunklem Himmel und auch mit prima Durchsicht in Frankreich in der Provence.

Folgende High End Ausrüstung konnte dort genutzt werden :

Takahashi FSQ-106
SBIG STX 16803 CCD
Remote Sternwartenmontierung

Die Karten zeigen als Übersicht die Lage der Nebel und der Fotos im Sternbild Schwan.

Guide 9 – Übersicht / Karte
Guide 9 – Übersicht / Aufnahme

NGC 7000 / IC 5070 im Sternfeld

NGC 7000 – Falschfarben Detail

Die zwei Aufnahme vorweg zeigen, zu Hause aufgenommen, ebenfalls Teile bzw. eine Übersicht dieser diffusen Gasnebel. Aufgenommen wurde sie, mitten aus dem Dorf / Stadt,
unter doch sehr schlechten Bedingungen und auch ” nur ” mit Amateurausrüstung. Verwendet wurde zum einen ein SII – Ha – OIII Farbfiltersatz zur Erstellung der gezeigten ” Falschfarbenaufnahme “. Entstanden ist sie mit :

Nikkor 200mm Teleobjektiv
Atik 320 CCD
Star Adventurer Montierung

Die Sternfeldaufnahme wurde wie folgt gewonnen :

Canon 85mm Objektiv
Canon 1100 D DSLR
Ioptron Smart EQ Montierung

Die technischen Aufnahme / Fotodetails aller Astrofotos sind jeweils den Fotoschriftleisten zu entnehmen.

Ich bin auch mit diesen Aufnahmen sehr zufrieden. Der Qualitätsunterschied High End zur Amateurausrüstung beträgt ” lediglich ” nur ca. 18.000 Euro … 🙂

Besonders die Sternfeldaufnahme ( mitten aus der hellen Stadt , vom Balkon aus ! ) zeigt, auch zu Hausegeht was ” …

Hier noch ergänzend einige Infos ( laut Wikipedia ) zu den Nebelgebieten :

Nordamerikanebel ( NGC 7000 )

Winkelausdehnung : 120′ x 100′
Entfernung ca. : 2.200 Lichtjahre
Helligkeit : Mag 4
Koordinaten : Rektaszension 20h 59m 17s
Deklination +44° 31′ 44″

Pelikannebel ( IC 5070 )

Winkelausdehnung : 60′ x 50′
Entfernung ca. : 2.000 Lichtjahre
Helligkeit : Mag 8
Koordinaten : Rektaszension 20h 51m 00s
Deklination +44° 24′ 05″

Der Komet Neowise

Fotos – M.Heeg

Graphic / Karte 1 – Guide 9
Graphic / Karte 2 – Guide 9

August 2020, der Komet Neowise ist immer noch ” gut zu sehen “

Am 23. Juli war er der Erde am nächsten. Er war an diesem Tag “nur” gut hundert Millionen Kilometer von uns entfernt. Nun “verschwindet” er wieder in die Tiefen des Alls und wird dabei natürlich auch immer dunkler.

Nur im Abstand vieler Jahre ist / war ein solch heller Komet so gut am Nachthimmel zu sehen.

Bei meiner Beobachtung / Fotoaufnahme ( mitten aus der Stadt ) befand er sich unter dem Großen Wagen und war somit sehr leicht zu finden. Karte 1 zeigt dieses gut in einer Positionsübersicht.
Während Neowise nun von dort kontinuierlich nach links wandert, zeigt sein Schweif nach oben. Diese Bahnbewegung des Kometen ist in Karte 2 ( für den Zeitraum von ca. 6 Tagen ) eingetragen. Die Ausrichtung des Kometenschweifs hat mit dieser Bewegungsrichtung nichts zu tun, sondern weist von der Sonne weg. Der Sonnenwind “bläst” ihn vom Kometen fort und ist für seine Ausrichtung verantwortlich..


Der Schweif des Kometen Neowise ist fast 15 Millionen Kilometer lang !

Erst in etwa 6.000 Jahren könnte der Komet C/2020 F3, wie er astronomisch bezeichnet wird, wiederkehren.
Da der Komet erst im März 2020 vom Weltraumteleskop NEOWISE entdeckt wurde, sind noch
zu wenige Bahndaten über ihn bekannt um genaueres sagen zu können.

Anders als die Planeten bewegen sich Kometen auf stark elliptischen Umlaufbahnen um die Sonne.
Sie kommen vom äußersten Rand des Sonnensystems, ziehen dann nah an der Sonne vorbei und entfernen sich anschließend wieder in die Außengebiete des Sonnensystems. Durch die Annäherung an die Sonne und ihre Energieeinwirkung bilden diese an sich kleinen, uralten Objekte
( aus der Entstehungszeit des Sonnensystems ) ihren Schweif aus.

Kometen kann man sich wie schmutzige Schneebälle vorstellen, welche in Sonnennähe nicht einfach schmelzen, sondern ihr Eis und auch Gas fast explosionsartigverlieren “. Dabei wird auch so viel Staub und Dreck von ihrer Oberfläche mitgerissen, dass sich der Millionen Kilometer lange Schweif ausbildet. Diese ” Dreckspuren ” bleiben zurück und sorgen manchmal selbst noch für ein späteres Schauspiel, als Sternschnuppen-Regen, da die Erde auf ihrer Bahn diese Bereiche manchmal erneut durchquert.

Einige Daten zum Kometen

NEOWISE (C/2020 F3) mag 5.5
Umlaufzeit ca. 6953 Jahre
Periheldistanz 0.2947070 AE
Apheldistanz 728.28 AE
Grofle Halbachse 364.2855377 AE
Exzentriziät 0.9991910
Periheldatum 3 Jul 2020 16:21:04
Rektaszension 12h11m15.879s ( Beobachtungstag )
Deklination +31 56′ 45.12″
Entfernung zur Erde 0.75303662 AE (112,652,675 km)
Abstand zur Sonne 0.78054 AE
Scheinbare Bewegung 7.632’/Stunde bei Positionswinkel 131.0
Motion -2.30 Grad/Tag in RA, -2.01 Grad/Tag in Dek

Quelle : Guide 9 – Internet

Jupiter

Gasplanet

jupiter_2015_03_18_02  Foto   M.Heeg

Der Riesenplanet

Der Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems.

Er ist mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zählt er zu den Gasplaneten und hat keine feste Oberfläche.

Jupiter ist das dritt- bis vierthellste Objekt des Nachthimmels ( nach Mond und Venus ).
Abhängig von der Bahnkonstellation ist zeitweise der Planet Mars heller.

Benannt ist er nach dem römischen Hauptgott Jupiter.

Jupiter läuft auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0489 um die Sonne. Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei 4,95 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 5,46 AE.

Wegen seiner geringen Bahnneigung ( 1,3° ) bewegt sich seine Position immer nahe der Ekliptik.

Eine wichtige Funktion im Sonnensystem kommt ihm zu da er schwerer ist als alle anderen Planeten zusammen. Diese wesentliche Eigenschaft stabilisiert des Massengleichgewichtes im Sonnensystem.

Jupiter ist im Sonnensystem auch der Planet, welcher sich am schnellsten um seine Achse dreht. Seine Rotationsperiode beträgt knapp zehn Stunden, was aufgrund der Fliehkräfte zu einer Abflachung an den Polen führt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Jupiter jedoch 11 Jahre und 315 Tage.

Von außen zeigt sich Jupiter in verschiedenfarbigen Bändern und Wirbeln von Wolken, in Weiß-, Rot-, Orange-, Braun-, Gelb- und teilweise auch Blautönen.

Außer den hellen und dunklen äquatorparallelen Wolkenbändern fällt an Jupiter vor allem der Große Rote Fleck auf ( GRF ). Dieser Rote Fleck ist ein riesiger ovaler Wirbelsturm, welcher etwa zwei Erddurchmesser ( in ovaler Richtung ) groß ist. Er liegt sehr stabil zwischen zwei Wolkenbändern bei etwa 22° südlicher Breite.

Erstmals wurde der Große Rote Fleck 1664 von dem englischen Naturforscher Robert Hooke beschrieben. Seitdem unterlag er nur leichten optischen Veränderungen.

Zum Vergleich, auf der Erde lösen sich Windwirbel in der Atmosphäre üblicherweise innerhalb einiger Wochen wieder auf. Aufgrund seiner Größe ist der Fleck bereits in Amateurteleskopen sichtbar. Seine markante Farbe ist deutlich röter als die Umgebung.

Auf meiner Aufnahme ist er, wie auch viele andere Details recht gut zu erkennen.

Allgemeine Infos

Masse : ca. 318 Erdmassen
Monde : 67
Temperatur : -108 Grad
Wasserstoff : 89,8 ± 2,0 %
Helium : 10,2 ± 2,0 %
Methan : 0,3 ± 0,1 %
Ammoniak : 0,026 ± 0,004 %

Quelle : Wikipedia

Ringplanet

Saturn

saturn_2014_05_23_01  Foto  M.Heeg

Planetenansicht

Der Saturn ist der sechste Planet des Sonnensystems und mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120.500 Kilometern (9,5-facher Erddurchmesser) nach Jupiter zugleich der zweitgrößte. Mit 95 Erdmassen hat er jedoch nur 30 % der Masse Jupiters.

Der Saturn hat eine durchschnittliche Entfernung zur Sonne von knapp 1,43 Milliarden Kilometern, seine Bahn verläuft zwischen der von Jupiter und der des sonnenferneren Uranus. Er ist der äußerste Planet, der mit bloßem Auge problemlos erkennbar ist, und war daher schon Jahrtausende vor der Erfindung des Fernrohrs bekannt.

Er ist ein Gasplanet, dessen untersuchte obere Schichten zu etwa 96 % Stoffanteil aus Wasserstoff bestehen, und der von allen Planeten des Sonnensystems die geringste mittlere Dichte (etwa 0,69 g/cm³) aufweist. Von den anderen Planeten hebt sich der Saturn durch seine besonders ausgeprägten und schon in kleinen Fernrohren sichtbaren Ringe ab, die zu großen Teilen aus Wassereis und Gesteinsbrocken bestehen.

Sein scheinbarer Winkeldurchmesser beträgt je nach Erdentfernung zwischen 15″ und 20″, jener der Ringe zwischen 37″ und 46″. Die sogenannten Äquatorstreifen der Wolkenschichten des Saturn sind weniger deutlich als bei Jupiter, was wahrscheinlich mit einer hochlagernden Dunstschicht zusammenhängt.

Bis zum Jahresende 2009 wurden 62 Saturnmonde entdeckt, der größte davon ist Titan mit 5150 Kilometern Durchmesser.

Benannt ist der Planet nach dem römischen Gott des Ackerbaus, Saturn. Sein astronomisches Symbol  ♄ repräsentiert die stilisierte Sichel des Gottes.

Kleinster – größter Erdabstand :     7,991 – 11,086 AE
Äquator – Poldurchmesser  :           120.536 – 108.728 km
Rotationsperiode :                            10 h 47 min
Temperatur :                                     −139°C

Quelle : Wikipedia

Die Andromedagalaxie

Messier 31 im Sternbild Andromeda

m31_2013_09_24_02

Fotos M.Heeg

Ein Blick zu unseren Nachbarn

Die Andromedagalaxie ist eine Spiralgalaxie vom Typ Sb. Sie ist im Messier-Katalog als M 31 und im New General Catalogue als NGC 224 verzeichnet.

Am Sternenhimmel ist sie im Sternbild Andromeda, nach dem sie benannt ist, zu finden. Sie ist die uns am nächsten gelegene Galaxie und unter dunkelem Himmel mit bloßem Auge zu sehen. Sie ist das fernste Objekt, das regelmäßig mit bloßem Auge gesehen werden kann.

Meine drei Aufnahmen zeigen die Galaxie mit unterschiedlichen Kameras und Optiken aufgenommen in enstprechend unterschiedlicher optischen Darstellung.

Entfernung zur Erde : 2.538.000 Lichtjahre
Helligkeit : mag 3.4
Sternbild : Andromeda
Sterne : 1 Billion
Sichtbare Masse : ~1.230 Milliarden M☉
Scheinbare Größe : 60′–190′

Quelle : Wikipedia

Planeten

Die Venus

Fotos / Graphic M.Heeg

Unser nächster Nachbarplanet

In vieler Beziehung wirkt die Venus wie ein Zwilling der Erde, sie hat
ungefähr die gleiche Größe, eine etwas geringere Masse und sollte dank
der auch geringeren Sonnenentfernung also auch nur ein wenig wärmer sein. Ihre Dichte liegt so nah bei der der Erde, daß man die Schlußfolgerung ziehen kann, die Venus bestünde aus nahezu den gleichen Stoffen wie die Erde.

Der Hauptunterschied wird aber durch eine dicke Atmosphäre erzeugt, welche ca. 90 mal dicker ist als die der Erde. Diese Atmosphäre besteht zu 96,5 % aus Kohlendioxid, was einen Großteil der einfallenden Sonnenenergie auf Ihr zurückhält.

Statt nur ein wenig wärmer als die Erde zu sein, besitzt die Venus hierdurch
eine Oberflächentemperatur von ungefähr 500 Grad Celsius.

Nach dem Mond ist die Venus das hellste Objekt am nächtlich Himmel. Da sie als einer der inneren Planeten nur am Morgen- oder Abendhimmel sichtbar ist und nie z.B. gegen Mitternacht, wird sie auch Morgenstern und Abendstern genannt. Sie geht also immer unmittelbar vor oder nach der Sonne auf.- bzw. unter. Schon mit einem kleinen Fernrohr ist sie auch am Tag , manchmal sogar ohne optische Hilfsmittel gut zu sehen. Doch auch in Erdnähe ( im Perigäum alle ca. alle 1½ Jahre ) lassen sich durch Ihre dann geringere Exzentrität nur die Wolkenstreifen der äußerst dichten Atmosphäre erkennen. Die Erkundung der Oberfläche erfordert Radar.

Eine andere Besonderheit ist die Tatsache, daß Venus außerordentlich
langsam rotiert, einmal alle 243 Tage und zwar entgegengesetzt zu Ihrer
Bahnbewegung. Ein Umlauf um die Sonne dauert hingegen ” nur ” 224 Tage.

Von Zeit zu Zeit schiebt sich die Venus auf Ihrer Bahn in der Ekliptik ( wie auch der Merkur ) zwischen Erde und Sonne, so daß sie als kleiner dunkler Punkt vor der Scheibe der Sonne erscheint.

Diese Ereignisse sind äußerst selten, das erste Mal wurde 1639 eines beobachtet, die darauffolgenden Ereignisse fanden/finden statt :

  1. Dez. 1639, 03. Jun. 1769, 09. Dez. 1874,
  2. Dez. 1882, 08. Jun. 2004, 05. Jun. 2012,
  3. Dez. 2117, 08. Dez. 2125

Ich werde also leider ein solches Ereigniss, wie alle unserer Generation, nicht mehr zu sehen bekommen. Entsprechend bin ich aber auch mit meinen hier gezeigten Aufnahmen sehr zufrieden …

Die Plejaden

Messier 45 im Sternbild Stier

m45_2013_10_31_02

  Fotos M.Heeg

Junge Sterne und Reflexionsnebel mit kleinen Optiken …

Die Plejaden (auch Siebengestirn, Sieben Schwestern) sind ein offener Sternhaufen, der mit bloßem Auge gesehen werden kann. Im Messier-Katalog hat er die Bezeichnung M45. Sie sind Teil unserer Galaxie, der Milchstraße.

Da die Plejaden bereits lange vor Erfindung des Teleskops als Sterngruppe bekannt waren, werden traditionell auch oft nur die hellsten Hauptsterne als Plejaden bezeichnet. In manchen Kulturen und historischen Darstellungen werden nur sechs Sterne zu den Plejaden gerechnet. Der Grund dafür ist der Stern Pleione, der ein veränderlicher Stern ist.

Seine scheinbare Helligkeit schwankt langsam, aber unregelmäßig zwischen der von Taygeta und Celaeno, so dass Pleione manchmal erst dann gesehen wird, wenn Celaeno auch schon erkannt werden kann. Mit bloßem Auge sind daher, je nach Sichtbedingungen, sechs bis neun Sterne zu erkennen.

Meine beiden Fotos zeigen diese Sternansammlung mit unterschiedlichen Optiken und auch in zeitlichem Unterschied, sowohl im Entstehungsjahr wie auch der Gesamtbelichtungszeit und ISO Wert, an verschieden “hellen” Aufnahmeorten. Es ist sofort erkennbar wie sich ISO Wert und Belichtungszeit auf die Fotos auswirken. Foto 2 entspricht “in etwa” der visuellen Wahrnehmung. Es wurde mitten in der Stadt aufgenommen.

Alter : 100 Mio. Jahre
Entfernung : 380 Lj – (130 pc)
Winkelausdehnung : 110,0′
Helligkeit : (visuell) 1,6 mag
Koordinaten : Rektaszension 3h 47.4m  – Deklination +24° 07′

Quelle : Wikipedia

Wolken, Nebel, Mond oder kein Wetter …

Seit einigen Monaten / Wochen ist leider kein Astrofotowetter.

Fotos / Graphicsrceen  M.Heeg

Mondinfos, Ende Januar 2020

Seit vielen Wochen ist fast keine (praktische) astronomische Betätigung möglich. Leider ist das Wetter hierzu meist nicht geeignet gewesen. Gestern konnte ich wenigsten, auf die “Schnelle”, in einer Wolkenlücke den Mond “erwischen”. Die Ablichtung erfolgte auf dem Fotostativ mit meiner Canon 7D. Hierfür, wie auch bzgl. der doch sehr schlechten Seeingverhältnisse unter welchen das Foto entstanden ist, bin ich doch ganz zufrieden. Immerhin ist das Mondfoto bei 1250 mm Brennweite entstanden, was das Seeing eigentlich nicht hergab.

Auch der Orionnebel wurde, ( natürlich mit anderer Optik ) , bei nicht optimalen Bedingungen aufgenommen. Foto 1 zeigt ihn in “natürlicher Optik” als Summenfoto. Die technischen Aufnahmeinfos hierzu sind in der Bildunterschrift zu finden.

Das zweite “Nebelfoto” ist eine Darstellungskombination aus meinem Fotoarchiv. Es zeigt den Orionnebel auch mit kleiner Brennweite, aber in einem farblich stark bearbeiteten ” Falschfarbensummenfoto “ kombiniert. Die hierzu verwendeten Aufnahmen stammen aus den Jahren 2014 bis 2019.

Ich finde beide Aufnahmen zeigen deutlich wie “unterschiedlich” ein Astrofoto dargestellt, bzw. identische Astronomieobjekte dargestellt werden können.

Hier noch einige inhaltliche Infos zu meinem ersten Mondfoto in 2020 🙂

Observatory: +49°58′ -07°59′
Tz: 1h00m
Date: 2020-01-31 18:38:26
Date (TT): 2020-01-31 17:39:38
(J2000) Right Ascension: 01h44m10.21s
(J2000) Declination: +04°55’45.3″
(Date) Right Ascension: 01h45m11.72s
(Date) Declination: +05°01’36.7″
Distance: 399006Km
Apparent diameter: 29.95′
Lunation: 6.83 days
Illumination: 37.3%
Libration in Latitude: +06°55′
Libration in Longitude: -04°18′
Azimuth +203°01′
Altitude +42°56′
Rise: 11h00m
Transit: 17h30m
Set: —-

360 Grad Winterhimmel

Die Wintermilchstraße

all_sky_2013_11_28_01 Foto / Video M.Heeg

Foto als Zeitraffer – Video 10 Stunden in 45 Sekunden !

Der Sternhimmel im Winter zeigt bei klarer Sicht eine Menge schöner Details. In dieser 360 Grad All Sky Aufnahme ist unter anderem sehr schön der Planet Jupiter ( lks. neben dem ” Lichtband ” der Milchstraße zu sehen. In südlicher Richtung ist das markante Sternbild Orion mit dem berühmten Orionnebel zu erkennen. Sirius der hellste Stern am Nördlichen Himmel findet sich im Süd-Ost Bereich des Fotos. Er befindet sich unterhalb des Himmelsäquators im Sternbild Großer Hund. Auch Capella im Sternbild Fuhrmann ist in der Fotomitte zu finden. Die Aufnahme ist remote via Internet in der Provence am OHP Observatorium als ” eine ” von ca. 600 Einzelaufnahmen ( eine pro Minute – 10 Stunden lang )  zur Erstellung eines Zeitraffervideos mit der dortigen All Sky Kamera entstanden.

Der Mond am Tag

Warum ist der Mond auch manchmal am Tag zu sehen ?

  Fotos  M.Heeg

Mondphasen

Der Mond ist tagsüber aus dem gleichen Grund sichtbar wie auch nachts.
Er wird sowohl am Tage wie auch zur Nacht von der Sonne angestrahlt.

Wann er für uns zu sehen ist und welches Erscheinungsbild er dann hat ( Mondphase ), ist abhängig von seiner Position zur Erde und auch zur Sonne.

Seine Umlaufzeit um die Erde beträgt 27,3 Tage. Also ca. im Durchschnitt 1 Monat. Zur Mondphase ” Neumond ” befindet er sich, von uns aus gesehen, genau in einer Richtung zur Sonne. Deshalb ist seine ( nicht erhellte ) und nicht sichtbare Nachtseite uns zugewandt.
Dann geht er mit der Sonne auf und auch unter. Er ist tagsüber also nicht zu sehen ( da er für uns nicht sichtbar angestrahlt wird ).

Bei zunehmender Phase geht der Mond nach der Sonne unter und ist so, ( wegen der Beleuchtung ) dann ab der Abenddämmerung zu sehen.

Als Vollmond ist er in seiner nächsten Phase die ganze Nacht sichtbar. Hier steht die Erde dann genau zwischen Sonne und Mond. Er ist als ” Vollmond ” dann komplett angestrahlt / ausgeleuchtet.

Der abnehmende Mond wiederum bleibt am Tage bis zur Mittagszeit über dem Horizont sichtbar da er vor der Sonne untergeht. Es ist die Mondphase welche sich dem Vollmond anschliesst. In dieser Phase bewegt sich die Mondposition wieder auf die Sonne zu
weshalb die für uns sichtbare Ausleuchtung der Mondoberfläche abnimmt bis er sich wieder in Neumondpostition befindet.

Meine Aufnahmen zeigen verschiedene dieser ” unterschiedlichen “ Mondphasen bei Tageslicht, bzw. wie toll, zumindest für mich,  Mond, Wolken und Himmelsobjekte auch am Tage aussehen.