Eine eigene Sonnenbeobachtung mit Infos zur Aktivitätenentwicklung
Eigene Sonnenbeobachtung der Photosphäre mit Gitter-Overlay zur Positionsbestimmung
Monokulare Sonnenbeobachtung mit Frontfilter, Getriebeneiger und " Mini-Eigenbaurefraktor "

Binokulare Beobachtungsausrüstung auf Gimbal.-Montierung

Ein eigenes Fotobeispiel – März 2024


NOAA-Nr. Diagramm – Dezember 2025
Fazit
Die Beobachtung der Sonne und der Photosphäre ist eine der lohnendsten
Disziplinen der Amateurastronomie. Sie erfordert Respekt vor der Sonne,
saubere Technik und Geduld, belohnt dann aber mit direktem Zugang zu
realen physikalischen Prozessen der Naturwissenschaft. Mit
vergleichsweise einfacher Ausrüstung können Amateure echte,
reproduzierbare und langfristig wertvolle Daten gewinnen und
gleichzeitig ihr Verständnis der Sternphysik vertiefen.
m.heeg 01/2026
Visual-Basic Anwendung zur SOHO Gitter-Overlay Animation und Darstellung
Die fertige Visual-Basic Animation welche so entstanden ist
Die folgende Verlinkung zu meiner Einzelframe.-Auflistung aus 2025 zeigt die umfangreiche Darstellung der einzelnen Sonnenausarbeitungen. Besonders zu dieser Animation, aber auch einige eigene Sonnendarstellungen sind dort zu sehen.
Objekte der Photosphäre
Sonnenflecken
Sonnenflecken sind dunkel erscheinende Gebiete der Photosphaere
mit Umbra und Penumbra. Sie sind ca. 1000–1500 Grad kuehler
als die Umgebung.
Sonnenfackeln
Fackelgebiete weisen eine erhoehte Helligkeit und Temperatur auf
und treten haeufig in der Naehe von Sonnenflecken auf.
Sonnenflares
Sonnenflares entstehen durch ploetzliche Freisetzung magnetischer Energie
und sind im sichtbaren Licht nicht direkt erkennbar.
Lichtbruecken
Helle Strukturen, welche die Umbra von Sonnenflecken durchqueren
und dynamische Veraenderungen zeigen.
Granulation
Granulen sind aufsteigende Gasblasen mit einer Lebensdauer
von durchschnittlich etwa 7 Minuten.
Randverdunklung
Ein optisches Phaenomen aufgrund unterschiedlicher
Temperaturschichten der Photosphaere.
Aufbau der Sonne
A-
Der Kern ( 150.000 km ) der Sonne stellt einen Fusionsreaktor dar,
der letztendlich für die abgestrahlte Energie
verantwortlich ist.
B - Im Inneren der Sonne gelangt die Energie zunächst durch die Strahlungszone ( 320.000 km )
C - Dann durch Konvektion in der ( Konvektionszone 230.000 km ) transportiert.
D - In der Photosphäre ( 500 km ) entsteht der kontinuierliche Teil der Sonnenstrahlung welchen wir sehen.
E - Der nächste Bereich der " Oberfläche " ist die Chromosphäre ( 2000 km )
F - Anschliessend folgt die Korona welche in ihrer genauen Größe stark im Sonnenzyklus variiert. ( Im maximum bis Millionen km )
Der schematische Aufbau der Sonne
Kern :
Im Kern herrschen extremer Druck und Temperaturen von 10 Mio. Kelvin,
sodass die Energieproduktion durch Kernfusion stattfinden kann.
Strahlenzone : Hier
findet der Energietransport durch Strahlung statt. Es ereignet sich
laufend ein emittieren, streuen, absorbieren der Photonen entlang von
zufälligen Pfaden . Die Transportdauer der Energie zur
Oberfläche kann hierdurch Millionen von Jahren dauern.
Konvektionszone : In
diesem Bereich erfolgt der Energietransport maßgeblich durch
Konvektion, also das Aufsteigen heißen Wasserstoffes in Blasen.
Die Zeitskala für den Energietransport durch die Konvektionszone
beträgt nur ca. ein Jahr. An der "Oberfläche" bilden
die Wasserstoffblasen dann die "Granulation".
Photosphäre : Aus
der Photosphäre entstammt die Kontinuumsstrahlung. Auch entstehen
hier die fraunhoferschen Linien. Auf ihrer Oberfläche werden die
Sonnenflecken, die von starken Magnetfeldern verursacht werden, dann
sichtbar.
Chromosphäre :
Die Chromosphäre ist ohne Hilfsmittel nur bei totaler
Sonnenfinsternis kurz zu sehen. Aufgrund ihrer geringen Dichte
trägt sie kaum zur Strahlung der Sonne bei. Ihre Temperatur
verändert sich von innen nach außen. In Folge starker
Turbulenzen sowie Störungen entstehen dann Spikulen, Eruptionen,
Protuberanzen.
Korona :
Die Korona ist der Bereich oberhalb der Chromosphäre und zeichnet
sich durch niedrige Dichte aber sehr hohe Temperatur von einigen
Millionen Kelvin aus. Sie ist direkt nur bei einer totalen
Sonnenfinsternis sichtbar. Aus der Corona strömen als sog.
Sonnenwind ständig schnelle Ionen und Elektronen von der Sonne ins
All.