ASTRONOMIE BLOG ( 2026 August )
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Electronically Assisted Astronomy (EAA) und visuelle Beobachtungen
Beobachtungen der Sonnenaktivität
Entwicklung aktiver Regionen im Jahr 2026
Die folgenden Diagramme sind Teil meiner persönlichen
Beobachtungsreihe zur Entwicklung der Sonnenaktivität. Als
Hobbyastronom versuche ich dabei, die Veränderungen der sichtbaren
Aktivität auf der Photosphäre nicht nur anhand einzelner
Sonnenaufnahmen festzuhalten, sondern über einen längeren
Zeitraum auch quantitativ zu dokumentieren.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine wissenschaftliche
Messreihe im professionellen Sinn, sondern um den Versuch, mit den mir
zur Verfügung stehenden Beobachtungen erkennbare
Veränderungen der Sonnenaktivität systematisch zu erfassen
und über längere Zeit miteinander zu vergleichen zu
können.
Abb. - 1 - Entwicklung der Anzahl aktiver Regionen im Jahresverlauf
Das erste Diagramm zeigt die von mir bisher beobachtete Anzahl der
aktiven Regionen mit NOAA-Nummer im Verlauf des Jahres 2026. Die blaue
Kurve stellt die einzelnen Beobachtungswerte dar, während die
orange Kurve eine geglättete Darstellung des Verlaufs bildet. Die
" dünne " orange Linie zeigt die insgesamt abnehmende AR -
Entwicklung.
Auffällig ist zunächst, wie stark die Anzahl der beobachteten
aktiven Regionen innerhalb relativ kurzer Zeit schwanken kann. Im
dargestellten Zeitraum bewegt sich die Zahl je nach Beobachtungstag
ungefähr zwischen sehr wenigen Regionen und zeitweise etwa zehn
bis elf gleichzeitig sichtbaren Regionen.
Besonders interessant ist dabei, dass die Aktivität nicht
gleichmäßig ansteigt oder abfällt. Vielmehr wechseln
sich Phasen mit mehreren sichtbaren aktiven Regionen mit deutlich
ruhigeren Abschnitten ab. Beispielsweise ist um Anfang März ein
ausgeprägtes Minimum zu erkennen. Danach folgen wieder deutlich
aktivere Phasen, unter anderem im April, Mai und besonders um Anfang
bis Mitte Juni.
Auch im Juli ist zunächst eine vergleichsweise geringe
Aktivität zu erkennen. Im weiteren Verlauf steigt die Zahl wieder
etwas an. Die Beobachtungsreihe vermittelt damit einen guten Eindruck
davon, dass die Sonnenaktivität auf der Ebene einzelner sichtbarer
aktiver Regionen einer ständigen Veränderung unterliegt.
Dabei sollte man allerdings beachten, dass die Anzahl der sichtbaren
Regionen nicht mit der gesamten Sonnenaktivität gleichgesetzt
werden darf. Eine einzelne aktive Region kann beispielsweise wesentlich
komplexer und magnetisch aktiver sein als eine andere. Die reine Anzahl
der NOAA-Regionen ist deshalb vor allem nur ein einfacher
Beobachtungsindikator, mit dem sich ( für mich )
Veränderungen im Erscheinungsbild der Sonnenscheibe verfolgen
lassen.
Abb. - 2 - Entwicklung einzelner aktiver Regionen im August bisher
Das zweite Diagramm betrachtet einen
wesentlich kürzeren Zeitraum und verfolgt die einzelnen
NOAA-Nr.-Regionen über die ersten Augustwochen hinweg.
Hier habe ich die von mir ermittelten Messwerte für jede aktive
Region auf deren jeweils beobachtete Spannweite zwischen Minimum und
Maximum bezogen. Der Höchstwert einer Region wird deshalb mit 100
% dargestellt.
Diese Darstellung ermöglicht es, den zeitlichen Verlauf einer
einzelnen Region übersichtlich zu betrachten. Man kann
beispielsweise erkennen, ob eine Region innerhalb des
Beobachtungszeitraums zunächst an Intensität gewinnt und
später wieder schwächer erscheint.
Bei dieser Art der Darstellung ist jedoch eine wichtige
Einschränkung zu beachten: Ein Wert von 100 % bedeutet lediglich,
dass die betreffende Region innerhalb meiner erfassten Daten ihren
höchsten beobachteten Wert erreicht hat. Er bedeutet nicht, dass
diese Region physikalisch stärker war als eine andere Region, die
ebenfalls mit 100 % dargestellt wird.
Die zahlreichen 100-%-Werte im Diagramm sind daher als jeweilige
relative Maximalwerte der einzelnen Regionen und Tage zu verstehen und
nicht als Vergleich einer absoluten Sonnenfleckenintensität.
Interessant finde ich an dieser Darstellung vor allem die
unterschiedliche Lebens- und Entwicklungsweise der einzelnen Regionen.
Während manche Regionen über mehrere Beobachtungstage hinweg
deutlich messbar bleiben, zeigen andere nur eine relativ kurze
Entwicklung innerhalb meinerr Beobachtungsreihe.
Abb. - 3 - Die Entwicklung im August ( bisher ) im Tagesverlauf
Das dritte Diagramm konzentriert sich auf den Zeitraum vom 1. bis zum
19. August 2026 und stellt ausschließlich die Anzahl der
gleichzeitig beobachteten NOAA-Aktiven Regionen dar.
Zu Beginn des Monats liegen die Werte überwiegend bei etwa
fünf bis sechs Regionen. Anschließend geht die Zahl
zunächst zurück und erreicht um den 10. und 11. August mit
ungefähr drei Regionen einen niedrigeren Stand.
Danach ist wieder eine Zunahme zu erkennen. Zwischen dem 14. und 16.
August werden etwa sieben aktive Regionen registriert.
Anschließend nimmt die Anzahl wieder ab. Am 19. August komme ich
in meiner Beobachtung auf drei aktive Regionen.
Damit zeigt auch die detailliertere Augustdarstellung, dass sich die
Anzahl der sichtbaren aktiven Regionen innerhalb weniger Tage deutlich
verändern kann.
Eine solche Veränderung bedeutet allerdings nicht automatisch,
dass die Sonne insgesamt entsprechend stark oder schwach
„geworden“ ist. Regionen können sich entwickeln,
über den Sonnenrand hinweg verschwinden oder neu auf der
sichtbaren Sonnenscheibe erscheinen. Außerdem sagt die ( reine )
Anzahl wenig über die magnetische Komplexität der einzelnen
Regionen aus.
Für mich ist gerade diese tägliche Veränderlichkeit einer der interessanten Aspekte der Sonnenbeobachtung.
Abb. - 4 - Vergleich der am 19.08.2026 beobachteten, erfassten Regionen
Das vierte Diagramm zeigt meine Intensitätsschätzung für
die drei am 19.08.2026 beobachteten aktiven Regionen AR 4506, AR 4507
und AR 4508.
Die Werte sind wiederum relativ auf die in meiner Auswertung verwendete
Skala von 0 bis 100 % bezogen. Dabei erreicht AR 4507 in dieser
Darstellung 100 %, während AR 4508 bei etwa 26 % und AR 4506 bei
etwa 15 % liegt.
Diese Zahlen sollten ausdrücklich als meine aus den
Beobachtungsdaten abgeleitete relative Intensitätsschätzung
verstanden werden. Sie stellen keinen offiziellen NOAA- oder
wissenschaftlichen Intensitätsindex der betreffenden Regionen dar.
Interessant ist dennoch der deutliche Unterschied zwischen den drei am
selben Tag sichtbaren Regionen. Obwohl sie gleichzeitig auf der
Photosphäre vorhanden sind, unterscheiden sie sich in der von mir
erfassten Ausprägung deutlich.
Nicht allein die Frage „Wie viele aktive Regionen sind zu
sehen?“, sondern auch „Wie verändern sich die
einzelnen Regionen während ihrer Sichtbarkeit?“ werde ich so
über längere Zeit verfolgen können.
Sonnenfinsternis mit kleiner Ausrüstung
Weniger ist manches mal halt mehr (?) ...
Entgegen der Meinung es muss immer " eine besondere Ausrüstung "
sein, hier einigeBeispiele welche zeigen, es geht auch anders. Auch
kleine Ausrüstung im Hobby kann gute Beobachtungen
ermöglichen. Nur die gute Qualität der Ausrüstung ist
wichtig und der eigene Umgang damit !
Spass im Hobby hat also nichts mit " groß und teuer " zu tun, zumindest für mich nicht.
Wieder zurück von der Beobachtung der " visualisierten
Himmelsmechanik " eine kurze Info hierzu. Ich hatte einen tollen
Beobachtungs.- und Foto-Ort ausgesucht. Vor Ort nette Leute getroffen
... tolle ( nicht nur ) astronomische Gespräche geführt.
Fotografisch konnte ich, trotz vieler Gespräche, eine sehr
schöne Aufnahmeserie anfertigen !
Auch sehr stimmungsvolle Fotografien sind dabei entstanden ...
Rundum ein gelungener Abend. Für mich praktische Astronomie wie sie besser nicht sein kann !
Hier also meine Sonnenfinsternis mit kleiner Ausrüstung @ 2026-08-12 ...
Sonnenfinsternis im Kontiuum Licht
Mittwoch 12. Aug. 2026 - ab 19.24 Uhr
Stark Verkleinerte Einzelaufnahmen ( crop ) je Iso 100 - Blende 8 - 1/1000 Sek.
Kamera / Fotostativ - Positionierung jeweils von Hand.
Canon 600D @ Tamron 70-300 mm @ 300 mm & Baader Filterfolie
Cut ( Verkleinert ) - Gimp selektive RGB Kanal.- und Histogramm Anpassung
Abb. - 1 - / - 2 - my small solar eclipse
Weitere Beobachtungen, mit anderer, extrem kleiner Ausrüstung, an
zwei weiteren Tagen zeigen weitere Möglichkeiten mit solcher
Ausrüstung ...
Meine tägliche Sonnenbeobachtung @ 2026-08-13 & 2026-018-14
Sonne im Kontiuum Licht
Donnerstag 13. Aug. 2026 - 17.30 Uhr
Integration 20 aus 200 videoframes je 0 Gain @ 0.2 ms
Stehende Kamera
Svbony 305 pro mono @ Svbony 40 / 160 mm @ 2.25x Baader Barlow & Baader Filterfolie
Out of RegiStax - Gimp selektive RGB Kanal.- und Histogramm Anpassung
Abb. - my small sun -
Eine erweiterte Auswertung / Beobachtungsdokumentation mit stehender Kamera
Abb. - my small info sun -
Gruß an alle die hier event. mal lesen :-)
Die Sonnenbeobachtung mit " kleinster " Ausrüstung ...
Hallo liebe Homepagebesucher, ... eine 3.-Tage Sonnenbeobachtung.
Die Tage 1 & 2 boten excelente Durchsicht und ein extrem gutes
Seeing. Selbst zur Mittagszeit waren die Bedingungen klasse ! Meine
dritte Beobachtung.- Ablichtung ist auch noch in Ordnung.
Ihr ist jedoch eine weit schlechtere Durchsicht anzusehen. Es war bei
wechselndem " Dunst " eine größer Anzahl Frames mit
längerer Belichtungszeit notwendig um brauchbare Daten zu bekommen.
Insgesamt bin ich aber doch sehr zufrieden. Schauen Sie in die
Bildunterschriften, ... sie zeigen Infos zur extrem kleinen
Ausrüstung welche ich erfolgreich hierfür verwenden konnte.
Meine beiden ersten Fotos zeigen ihnen die Ausrüstung und auch
meinen Beobachtungsort auf dem Stadtbalkon im 3ten Stock von welchem
ich, nicht nur die Sonne, beobachte.
Abb. - 1 - / - 2 - Meine kleine " Foto.-Beobachtungsstation ", ... vielseitig zu verwenden.
Wie Sie sicher schon in den Texten und Abbildungen meiner Homepage erkennen konnten ...
... ich mag kleine Ausrüstung und auch eine unkomplizierte Vorgehensweise bei der Beobachtung und Fotografie.
Auch mit wenig Aufwand ist damtit "einiges " möglich. Ich selber
bin jedenfalls mit meiner heutigen Ablichtung / Beobachtung der Sonne
sehr zufrieden. Das gute Seeing ( erstaunlicherweise auch zur
Mittagszeit ) hatte einen sehr großen Anteil an den zwei wirklich
aussergewöhnlich guten und auch visuell schönen
Beobachtungen. Für mich zeigt die dritte Ablichtung " nur im
Vergleich "
zu den beiden anderen etwas weniger Qualität.
So etwas ist aber normal, ... es ist eben nicht jeder Beobachtungstag
gleich gut. Unter anderem auch bezüglich dessen was die
Beobachtungsbedingungen angeht.
Abb. - 3 a, b, c - Autostack-Ausgaben aus RegiStax
Abb.- -4 - Eine mit GIMP selektiv, künstliche Kanalanpassung ( Erstellung von RGB Farbkanälen )
Und nun wie immer ...
Viele Grüße an alle Interessierte welche hier zufällig mal " reinschauen " sollten :-) ,
sendet
Marco
Zwei Kugelsternhaufen und eine Galaxie...
Deep Sky Beobachtungen mit kleiner Kamera und kleiner Optik
Mit der Kombination,
- Sky-Watcher Evoguide/ED 50/242 mm (50 mm Öffnung, 242 mm Brennweite, f/4,8)
- SVBONY SV715C (Sony IMX715, 3840 × 2160 Pixel, 1,45 µm Pixelgröße)
ergibt sich eine interessante, fotografische Kombination für
Widefield.- und kleinere Deep-Sky-Beobachtungen. Der entstehende
Bildmaßstab beträg dabei 206 × 1,45 / 242 also ≈
1,24 Bogensekunden/Pixel, was ein sehr guter Wert ist welcher auch zum
durchschnittlichem Seeing in Mitteleuropa passt.
Mein erstes, fotografisches Beobachtungsbeispiel zeigt die
Feurradgalaxie im Sternbild Großer Bär. Sie ist entsprechend
dieser Angaben gut fotografisch ablicht.- bzw.beobachtbar.
Abb. - 1 und 2 - Messier 101 ... ( Übersicht und ca. Crop )
Das Gesichtsfeld bei dieser Sensorgröße, ( Breite 3840
× 1,45 µm = 5,57 mm und Höhe 2160 × 1,45
µm = 3,13 mm ), ergibt ungefähr dann 1,32° ×
0,74°. Hiermit sind " viele passende Objekte " mit ihrem Umfeld gut darstellbar.
Zwei weitere Beispiele zeigen die auch von mir beobachteten
Kugelsternhaufen Messier 3 und Messier 13. Auch solche
Objekte sind mit der gewählzen Ausrpstung schön zu erfassen.
Abb. - 3 und 4 - Messier 3 ... ( Übersicht und ca. Crop )
Messier 3 hat einen scheinbaren Durchmesser von etwa 18
Bogenminuten ( 0,3° ). Mit dem beschriebenen Setup ergibt
sich, M3 füllt etwa 23 % der Bildbreite, auf dem Sensor also
etwa 870 Pixel Durchmesser aus. Sterne, nicht nur, im Außenbereich
lassen sich gut auflösen.
Der Kern bleibt wegen der geringen Öffnung allerdings recht
kompakt. Alle Ablichtungen am besten ( zum beurteilen ) in
einem neuen Fenster ansehen. Für dieKombination von Brennweite, Objektiv und
Sensorkonfiguration sind es sehr schöne Aufnahmen geworden, ... wie ich
finde :-)
Auch Messier 13 , den bekannten Herkules Kugelsternhaufen, konnte ich
so beobachten. Er zeigt sich besonders, wie aber auch M 3 ,
farblich sehr eindrucksvoll.
Abb. - 5 und 6 - Messier 13 ... ( Übersicht und ca. Crop )
Viel weitere Objekte sind noch zur Ablichtung / Beobachtung " geplant
". Nachfolgend eine Übersicht nach ihren Objektklassen. Mal
schauen welche ich zeitnah als " erste " beobachten kann ...
... für mich ( in der Stadt auf dem Balkon ) halt immer abhängig von Position und Wolken.
Sehr gut geeignet sind, denke ich :
Objekt
Typ
Größe
Eignung
Messier 31 Galaxie
190′ ×
60′ ⭐⭐⭐⭐⭐
Messier 33 Galaxie
73′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 45 Offener Sternhaufen
110′
⭐⭐⭐⭐
Messier 44 Offener Sternhaufen
95′
⭐⭐⭐⭐⭐
Messier 35 Offener Sternhaufen
28′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 37 Offener Sternhaufen
24′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 46 Offener Sternhaufen
27′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 47 Offener Sternhaufen
30′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 3
Kugelsternhaufen
18′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 13 Kugelsternhaufen
20′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 92 Kugelsternhaufen
14′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 27 Planetarischer
Nebel 8′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 57 Planetarischer
Nebel 1,5′
⭐⭐☆☆☆
NGC 7000 Emissionsnebel
120′
⭐⭐⭐⭐⭐
IC 5070
Emissionsnebel
60′
⭐⭐⭐⭐⭐
IC 1396
Emissionsnebel
170′
⭐⭐⭐⭐⭐
NGC 6992 Supernovarest
70′
⭐⭐⭐⭐⭐
NGC 6960 Supernovarest
70′
⭐⭐⭐⭐⭐
Messier 8
Emissionsnebel
90′
⭐⭐⭐⭐⭐
Messier 20 Emissionsnebel
28′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 16 Emissionsnebel
35′
⭐⭐⭐⭐☆
Messier 17 Emissionsnebel
46′
⭐⭐⭐⭐⭐
Als besonders lohnende Kombinationen mit dem Bildfeld von etwa 1,3°
× 0,74° passen einige Objekte besonders schön ins Bild.
Messier 31 ( zentraler Bereich mit den Staubbändern )
Messier 45 komplett
Messier 44 komplett
Messier 8 zusammen mit Messier 20 in einem Bild
NGC 7000 formatfüllendes Motiv
IC 5070 formatfüllendes Motiv
Ansonsten Messier 13, Messier 3 und Messier 101 wie bereits
dargestellt. Auch viele große Nebel sind eine Stärke
dieses Setups.
Fazit
Die Kombination 242 mm Brennweite + IMX715Sensor passen gut
zusammen. Insgesamt ist das Setup also hervorragend für
große Nebel, offene Sternhaufen und viele Kugelsternhaufen aber
auch Galaxien geeignet. Die Kombination aus 1,24″/Pixel und f/4,8
liefert eine gute Balance zwischen Auflösung und Lichtstärke.
1,24″/Pixel
→ ermöglichen
eine sehr gute Abtastung
1,32° × 0,74° Gesichtsfeld → gut für viele Deep-Sky-Objekte
Nun kann mach noch fragen, wird das Seeing die Ablichtung beieinflussen
? Ja, aber deutlich weniger als viele vermuten und das Setup ist
diesbezüglich sogar recht gut. Je nach Standort liegt das typische
Seeing in Deutschland ungefähr bei ...
3–4″ in Städten oder bei unruhiger Luft
2–3″ an guten ländlichen Standorten
1,5–2″ in sehr guten Nächten
unter 1,5″ nur sehr selten
Das verwendete Setup zeigt bei unterschiedlichem Seeing dann event. :
Seeing Auswirkungen bei 1,24″/Pixel
4″
Sterne werden etwas größer, aber das Bild
bleibt ansehnlich.
3″ Gute Ergebnisse, kaum limitierend.
2″
Sehr gute Bedingungen – verwendetes Setup kann
sie gut nutzen.
1,5″ Nahe am Optimum für diese Kombination.
Da der Bildmaßstab bei 1,24″/Pixel liegt, ist das Setup
weder stark unter- noch überabtastend. Das bedeutet, dass das
Seeing wird zwar die Sterngröße beeinflussen, aber keine
unnötig hohen Ansprüche an die örtliche Atmosphäre
stellen.
Mit 50 mm Öffnung wird die Auflösung ohnehin stärker
durch die Optik begrenzt als durch das Seeing. Die theoretische
Auflösung eines 50-mm-Refraktors liegt bei etwa 2,8″. Das
heißt, in vielen ( den meisten ) Nächten ist nicht das
Seeing, sondern bereits die Öffnung der limitierende Faktor.
Für das Setup ist das Seeing also kein großes Problem.
✅ Die 242 mm Brennweite sind relativ unempfindlich gegenüber Seeing.
✅ Mit 1,24″/Pixel ist die Kamera gut auf die zu erwartenden Bedingungen abgestimmt.
✅ Die Öffnung von 50 mm setzt die Auflösungsgrenze meist früher als das Seeing.
Es ist also in durchschnittlichen Nächten zu erwarten, gute
Ergebnisse erzielen zu können, ohne dass die Atmosphäre den
Großteil der möglichen Auflösung zunichte macht.