ASTRONOMIE BLOG (2026 April)
Ganz unterschiedliche HobbyInfos.

" Texte - Beobachtungen - Meinungen "
Electronically Assisted Astronomy (EAA) und visuelle Beobachtungen

Etwas allgemeines zu " Small Optics "

Als Beispiel die Sonnenbeobachtung.

Für mich seit vielen Jahren eine echte „Klassikerbeobachtung“ in meinem Astronomiehobby.

Am ( 17. April 2026, ca. 13:30 Uhr ) standen vor allem die aktiven Regionen 4415, 4416 und 4419 der Sonne  im Fokus meines Interesses. Sie dienen als Beispiel in diesem Text bzw. auch als Gegenstand dessen wie Hobby auch aussehen kann.

Small Sun Sample

Was mir dabei immer wieder bewusst wird :
Es muss nicht zwingend die große Ausrüstung sein, um im Hobby auf seine Kosten zu kommen.
Auch muss nicht immer ein Foto mit " vielen Details " das Ziel im Hobby sein. Im Gegenteil. Auch der visuelle Okulareindruck oder eine Ausarbeitung des beobachteten ist, gerade bei der Sonnenbeobachtung, ( zumindest für mich ) eindrücklicher.


Small Sun Sample


Diese klassische Sonnenbeobachtung, mit kleiner Optik, ist eine ausgesprochen angenehme " Hobby.-Alternative ". Der schnelle Aufbau, die unkomplizierte Handhabung und nicht zuletzt die oft geringeren Seeing-Probleme machen diese Art der Beobachtung besonders reizvoll.

Ein weiterer Pluspunkt : Die Ausrüstung ist praktisch jederzeit einsatzbereit – in die Hand nehmen, rausgehen und loslegen. Genau das ist für mich ein entscheidender Faktor im Alltag.


Small Sun Sample


Auch die " Verknüpfung " von Foto, dauerhafter Beobachtung und Darstellung zeigt mir inhaltlich mehr als ein " Pretty Picture ". Statisch oder als Animation aus frei verfügbaren Quellen der Profis.


Small Sun Sample


Natürlich zeigt mehr Öffnung und Brennweite auch mehr Details, keine Frage.
Aber das geht eben immer auch mit mehr Aufwand, mehr Equipment und entsprechend höherem " Geldeinsatz " einher.

Mit meiner verwendeten Konfiguration lassen sich die wesentlichen Erscheinungen der täglichen Sonnenaktivität dennoch sehr gut verfolgen und dauerhaft, inhaltlich erfassen.
Small Sun Sample

Gerade auf dem Balkon oder auch unterwegs im Urlaub hat sich mein Setup schon oft bewährt. Flexibel, effizient und zuverlässig. Und nicht nur tagsüber, auch für gelegentliche Nachtbeobachtungen habe ich damit bereits gute Erfahrungen gemacht. An manch anderer Stelle, auch in anderer Konfiguration, habe ich es im Monatsblog schon mehrfach beschrieben.

Am Ende steht für mich , wie so oft schon angemerkt, vor allem eines im Vordergrund, ...
Spaß an dernaturwissenschaftlichen Beobachtung und Hobby, unabhängig von Mainstream und der eingesetzten Ausrüstung.



Spektroskopie

Der " Fingerabdruck " der Himmelsobjekte

Meine einfache Jupiter-Spektralanalyse

Hallo liebes Leser ... ,
ich habe mich mit dem Star Analyzer Blazegitter und dem Planet Jupiter beschäftigt.

Mein " Antrieb " ist nicht die wissenschaftliche Arbeit sondern einfach nur der Spass an (m)einem astronomischen Hobby Projekt. Der Weg ist dabei mein Ziel, sowie immer wieder neues im Hobby auszuprobieren !

Hier nun also eine Zusammenfassung meiner Jupiter-Beobachtung

Es ist eine einfache, spektroskopische Beobachtung eines unserer Planeten und wurde mit vergleichsweise grundlegender Ausrüstung durchgeführt.

Reflektionsspektrum Jupiter
- Setup und Messbereich -
Verwendet wurde ein Gitterspektroskop mit 100 Linien/mm in 2. Ordnung sowie eine Kamera mit 3,75 µm Pixelgröße ( 1280 Pixel ). Die Optik hat eine Brennweite von 190 mm bei 50 mm Öffnung. Gitter-Sensor.-Abstand ca. 43 mm.
Ausgewertet wurde ein Wellenlängenbereich von etwa  - 640 nm bis 855 nm .

- Hintergrund -
Das beobachtete Spektrum ist kein Emissionsspektrum, sondern ein Reflexionsspektrum des Sonnenlichts, welches durch die Atmosphäre von Jupiter verändert wird. Diese besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium, enthält aber auch Spurengase – insbesondere Methan ( CH₄ ), das im untersuchten Wellenlängenbereich eine wichtige Rolle spielt.

Meine erste Aufnahme zeigt ( als Videoframe.- Ausschnitt ) das Reflektionsspektum der Livebeobachtung.

Reflektionsspektrum Jupiter


Meine zweite Ablichtung zeigt das live erstelle Diagramm des Planetenlichts der obigen Videodarstellung.

- Beobachtete spektrale Struktur -
Die Intensitätsverteilung zeigt einen insgesamt plausiblen Verlauf, so wie ich ihn auch im Internet nachsehen, finden konnte konnte.

* Relativ hohe Intensität im Bereich ~650–800 nm
* Leichte Struktur um ~720–740 nm und ~780–800 nm
* Deutlicher Intensitätsabfall ab etwa ~820 nm, sehr stark zwischen ~830–855 nm

Reflektionsspektrum Jupiter

In der nächsten Abbildung sehen Sie das aus dieser Live-Kurve erstellte " Pixeldiagramm ".

Die Abschwächungen im Diagramm entsprechen gut den bekannten Methan-Absorptionsbanden in der Jupiteratmosphäre. Sie werden im Internet so beschrieben.

Reflektionsspektrum Jupiter

Besonders der starke Abfall im Bereich über 830 nm im nächsten Diagramm kann also als  typischer Fingerabdruck von Methan in der Jupiteratmosphäre interpretiert werden.

- Mögliche terrestrische Einflüsse in diesem Spektrum
Ein Teil der Struktur um ~760 nm dürfte auf das Sauerstoff-A-Band ( O₂ ) der Erdatmosphäre zurückgehen. Das zeigt, dass im Spektrum neben Jupiter auch atmosphärische Effekte der Erde sichtbar sind.

- Spektrale Auflösung ( Abschätzung )
Aus den Systemparametern ergibt sich überschlägig eine Dispersion von etwa 0,15–0,25 nm/Pixel und eine effektive Auflösung von ungefähr 0,4–0,7 nm.

Damit sind :

* Molekülbanden ( wie Methan ) gut erkennen
* klare Absorptionsstrukturen zu sehen
* insgesamt plausible Übereinstimmung mit bekannten Jupiter-Spektren festzustellen.
* ein glatter, gut nachvollziehbarer Verlauf darzustellen

- Unsicherheiten und Einschränkungen -
Einige Punkte sollten bei der Interpretation meiner Angaben berücksichtigt werden :

* fehlende absolute Wellenlängenkalibrierung
* mögliche Überlagerung von Spektralordnungen ( 2. Ordnung )
* Einfluss der Erdatmosphäre ( O₂, H₂O )
* begrenzte Auflösung durch das einfache System

Reflektionsspektrum Jupiter

Fazit für mich.

Die Messung zeigt ( glaube ich ) ein realistisches Reflexionsspektrum von Jupiter mit klar erkennbaren Absorptionsstrukturen.
Der deutliche Intensitätsabfall im nahinfraroten Bereich liefert einen plausiblen Hinweis auf Methan ( CH₄ ) in der Atmosphäre.

Für ein vergleichsweise einfaches Amateur-Setup ist das Ergebnis aus meiner Sicht eine solide Bestätigung der grundlegenden spektralen Eigenschaften von Jupiter. Aber auch ein Beispiel wie mit weng Aufwand  Hobbyspass entstehen kann ...



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